Wandern in der Heimat – Höhlenwanderung bei Muggendorf

Es war mittlerweile Juni geworden und knapp 5 Wochen später planten wir zu unserer Alpenüberquerung aufzubrechen. Was für uns nun hieß, Endspurt im Training. Viel Ausdauertraining und Wandern so oft es geht. Allerdings verschlechterte sich das Wetter an diesem ersten Juniwochenende. Hmmm, also wohin wandern, wenn man nur einen Tag Zeit hat?! Klar, Wandern in der Heimat. Zusätzlich prognostizierte der Wetterbericht Regen für diesen Sonntag, deswegen fällten wir rasch die Entscheidung eine weitere Höhlenwanderung in Franken zu machen. Die Höhlentouren bei Hirschbach und bei Plech hatten wir schon vor einiger Zeit gewandert.

 

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Die Wiesent bei Muggendorf

Diesmal führte uns unser Weg nach Muggendorf, wo wir unser Auto am Wanderparkplatz neben dem Naturpark-Infozentrum abstellten. Sugar freute sich mal wieder riesig auf die Wanderung. Naja, eher erstmal auf das Autofahren. Mittlerweile hat die alte Hundedame auch gelernt, wenn wir die Rucksäcke packen, dann geht irgendwo hin, wo man Spaß haben kann. Also, dementsprechend aufgeregt ist die Gute dann immer.  Hund ausgeladen, Sachen gepackt, liefen wir auch schon entlang des Wiesentufers Richtung Behringersmühle los. Die letzten paar hundert Meter verlief auch die Bahntrasse neben uns. Schließlich mussten wir diese wie auch die Wiesent und die Bundesstraße queren um auf die gegenüberliegende Talseite zu gelangen. Dem Weg folgend gelangten wir nun über einen kleinen Pfad zum Zustieg des Schluchenwaldw. Hier ging es weiter entlang des Bachbetts Richtung Aussichtsturm. Nachdem es schon die letzten Tage geregnet hatte, war es ziemlich rutschig. Da half auch die kurze Drahltseilversicherung nicht.

Schließlich erreichten und erklommen wir den Aussichtsturm auf dem Hohlen Berg (522m). Eine einsame Aussicht war Fehlanzeige, denn trotz mittlerweile einsetzendem Nieselregen ließen sich fleißige Wanderrentner nicht davon abhalten, ebenso den Aussichtsturm zu erklimmen.

 

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Aussichtsturm „Hohler Berg“.

Doktorshöhle und Witzenhöhle

Vom höchsten Punkt unserer Tour ging es wieder abwärts. Auf unserem Weg Richtung Muggendorfer Pavillon erreichten wir einige Minuten nach dem Turm die etwas unterhalb des Weges gelegene Doktorshöhle. Erstmal wurden die Taschenlampen ausgepackt und rein ins dunkle Vergnügen. In der Höhle erwarteten uns die ersten schönen Tropfsteinformationen.

Als wir die Höhle nach vielen Bilder wieder verließen, hatte zum Glück der Regen wieder aufgehört. Trockenen Hauptes kehrten wir zurück auf den Wanderweg und setzten unseren Weg Richtung Wunderhöhle fort. Bevor wir diese jedoch erreichten, machten wir noch einen Abstecher zur Witzenhöhle. Auch diese Höhle lag abseits, jedoch über einen kleinen Wanderweg erreichbar. In der Höhle fanden wir erneut herrliche Tropfsteingebilde vor.

 

Wunderhöhle und Oswaldhöhle

Auf die Witzenhöhle folgten in kurzen Abständen die Wunderhöhle und die Oswaldhöhle. Die Wunderhöhle erwies sich, im Gegensatz zu den bisherigen Höhlen, als eher unspektakulär. Hingegen die Oswaldhöhle war als Durchgangshöhle wirklich besonders. Allerdings mussten große Menschen bei einer Minimalhöhe von 1,6 Meter am Eingang den Kopf einehen. Schnell weitete sich die Höhle in ein riesiges Gewölbe, welches wir durchqueren mussten. Hier gab es allerdings kaum Tropfsteine.

 

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Wunderhöhle

Von der Oswaldhöhle liefen wir weiter Richtung dem Pavillon oberhalb Muggendorfs.  Dort angekommen, eröffnete sich uns ein herrlicher Ausblick ins Wiesenttal. Blöderweise hatte es wieder zu regnen begonnen, diesmal sogar richtig. Zurück im Wald wanderten wir gen Koppenburg, einem weiteren Aussichtspunkt auf den Felsen oberhalb Muggendorfs.

 

Rosenmüllerhöhle

Von der Koppenburg war es nicht weit bis zur Rosenmüllerhöhle, der letzten Höhle auf unserem Programm. Der Eingang lag etwas versteckt neben einer kleinen Bank. Über einen schmalen Spalt im Felsen gelangten wir hinein. Vor uns weitete sich eine riesige mehrstöckige Höhle mit tollen Tropfsteinformationen. Um diese alle begutachten zu können, war eine Treppe in die Höhle gebaut, welche eine Art Rundgang über mehrere Stockwerke ermöglichte. Dummerweise gab es keine Richtungsregelung, sodass die Besucher kreuz und quer über die Treppen liefen. Das schmälerte das Erlebnis nur gering und wir konnten die Jahrtausenden alten Gebilde bewundern.

Wieder außerhalb der Höhle liefen wir ein Stück zurück des Weges und bogen Richtung Muggendorf ab. Einmal durch die Ortschaft, waren wir schon bald zurück am Naturpark-Infozentrum und unserem Auto.

 

Fazit zur Muggendorfer Höhlenwanderung:

Streckenmäßig kürzeste Höhlenwanderung in Franken. Die Höhlen sind aber dafür umso sehenswerter mit vielen herrlichen Tropfsteinformationen. Die Zeit, welche man nicht wandernd verbring, kann man durchaus nur mit ausgiebigen Höhlenbesichtigungen auf eine Dreivierteltagestour ausdehnen. Die Tour ist relativ bekannt, sodass man immer viele Leute dort trifft. Einkehrmöglichkeiten sind in Muggendorf reichlich vorhanden. Festes Schuhwerk und Taschenlampe sind auf dieser Tour Pflicht!

Daten & Fakten: 

  • Strecke: 9,7 km
  • Dauer: 3h 50 min
  • Höhenmeter: 233 hm
  • GPS-Track: Bergfex
  • Video auf unseren YouTube-Kanal 
  • Wichtig: Fledermausschutz von Oktober bis April!!!

Hier noch einige Bilder in unserer Bildergalerie:

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ruth sagt:

    Spannend! Das klingt wirklich nach einer netten Wanderung. Ich wusste gar nicht, dass es in dieser Gegend so viele Höhlen gibt… Schade, dass es für einen Tagestrip von München aus etwas weit ist.
    Liebe Grüße
    Ruth

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    1. miiiep sagt:

      Du glaubst gar, wieviele Münchner wir kennen, die nur mal schnell ins Frankenjura für einen Tag zum klettern fahren. Sind ja nur 1,5-2 Stunden 😉

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