Abenteuerklettern in der Ferrata Rio Sallagoni

Mitterlerweile waren wir am Freitag unserer Urlaubswoche in Arco angelangt. Die Hitze hatte die letzten Tage kontinuierlich zugenommen, sodass wir definitiv ein schattiges Tagesprogramm brauchten. Schnell den Klettersteigführer gewälzt und die Ferrata Rio Sallagoni gefunden. Ein schön schattiger Schluchtenklettersteig unterhalb des Castello Drena, lautete die Beschreibung. Perfekt!

Obwohl es Freitag Morgen zeitig los ging, war es schon echt warm. Zum Glück war der Zustieg vom Sportplatz in Drena zur Schlucht nur sehr kurz und wir konnten bald den ersten Schatten genießen. Allerdings hatten auch andere Klettersteiggeher den frühen Morgen gewählt und so trafen wir am Einstieg unter anderem eine Fahrradtruppe, eine geführte Tour und mehrere Familien. Also, erstmal anstehen, aber wenigstens im Schatten.

Der erste Abschnitt

Die erste glatte, steile Wand arbeiteten wir uns langsam von Klammer zu Klammer (B) vor. Dafür konnten wir ausgiebig den Rio Sallagoni betrachten und fotografieren. Nachdem es schon einige Tage warm gewesen war, rauschte er nicht mehr so arg.  Nach dem Aufschwung ging es in eine Traverse (B) über und wir passierten den ersten Notausstieg. Dort saß eine Familie mit einem völlig überforderten und verängstigten Kind, die allerdings nur die Meute vorbeilassen wollten. Oh je, das arme Ding!

 

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Traverse (B)

 

Denn nun wird die Traverse leichte überhängend (C) bevor man an der engsten Schluchtstelle auf die gegenüberliegende rechte Wandseite mit einem Spreizschritt wechselte. Weiter die Wand entlang (B/C) bis man zum Bach absteigt. Hier weitete sich die Schlucht und es wuchs allerlei Flora, sodass man einen Hauch Dschungel verspürte. Ein kleines Stück dem Bachufer folgend, gelangten wir zur Dreiseilbrücke (A/B).

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Nach einer kurzen Rampe (A), nun wieder auf der rechten Schluchtseite, folgte wiederum eine Gehpassage durch die Dschungellandschaft, bei der man zurück auf die linke Bachseite kehrte.

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Ende des ersten Teils

Über eine erdige Stufe (B) ging es steil zur zweiten Dreiseilbrücke (A/B) und erneut auf die rechte Schluchtseite. Hier folgte wieder eine Gehpassage bis zur einer Brücke, welche das Ende des ersten Teils markierte. Von dort konnte man auch schon direkt zum Castello Drena nach links aus der Schlucht aufsteigen. Wir liesen den Ausstieg mal einfach links liegen und liefen weiter zum Beginn des zweiten Teils.

Der zweite Abschnitt

Der Eingang zum zweiten Abschnitt begann einige Meter hinter der Brücke. Ein Schild wies auf für Abwesenheit von einer Drahtseilversicherung hin und dass man bei Regen diesen Teil nicht begehen solle, da es Flutwellen geben könnte. Wir folgten also den Bach im seinem Bett und den blauen Markierungen in die enge Schlucht hinein. Es folgten immer wieder kleinere Klettereinlagen (A, hauptsächlich B), bei denen Klammern als Tritthilfen angebracht waren. Diese waren häufig nass und etwas rutschig, sodass Trittsicherheit gefragt war. Das Klima war angenehm kühl, aber leider war auch bald mit der letzten, größeren Stufe mit Klammern und Drahtseil (B) das Ende erreicht. Wir stiegen nach links oben auf einen Forstweg aus und die Hitze traf uns wie ein Schlag ins Gesicht.

 

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Der zweite Teil

 

Der Abstieg

Der Forststrasse folgend gelangte man zügig  zum Castello Drena. Dort liefen wir ein Stück die Asphaltstraße entlang und bogen anschließend auf einen Pfad, der zurück nach Drena führte.

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Castello Drena

Fazit zur Ferrata Rio Sagalloni: 

Wunderschöner Schluchtenklettersteig und ideal für heise Tage. Die Schlucht ist mit seiner dschungelartigen Flora wirklich ein optisches Schmankerl. Die Versicherung ist gut und an den meisten Stellen sehr neu. Für den zweiten Teil ist Trittsicherheit gefragt und man sollte keine Angsr vor nassen Füßen haben. Für größere Kinder ist auch dieser Teil gut machbar.

Daten & Fakten: 

  • Schwierigkeitsgrad: C
  • Dauer: Zustieg 15 min, Klettersteig 1h 15 min, Abstieg 30 min
  • Topo: Bergsteigen.com 

Hier noch viele Impressionen in der Bildergalerie:

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. Carolin sagt:

    Für mich wäre das glaube ich nichts, aber die Farben in der Schlucht sind ja der Hammer! Wirklich wunderschöne Fotos!

    Liebe Grüße
    Carolin

    Gefällt mir

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