Der Blumenberg des Chiemgaus – der Geigelstein

Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich unglaublich gerne bei Gewinnspielen mitmache. Das ist wahrscheinlich der Rot-Kreuz-Losbude des Volksfestes der Stadt, in der ich aufwuchs, zu schulden. Denn irgendwie schaffte ich es dort einen Großteil meines Taschengeldes zu lassen und nie wirklich etwas zu gewinnen. Zumindest war mir nie das Glück für einen großen Gewinn hold, daran würde ich mich erinnern. Was dieses Thema betrifft, bin ich wie ein Elefant… also, Elefantin genauer gesagt. Nichts desto Trotz, es gab vor ein paar Monaten mal wieder ein Gewinnspiel eines großen Münchner Sporthändlers mit orangen Logo, welches mir auf Facebook angezeigt wurde. Schnell durchgelesen und erfahren, dass man mit Schoeffel eine Teilnahme an einem Wanderevent gewinnen konnte. Flux wurden unsere Dienstpläne geprüft, sind ja immerhin drei Stück, und es war, zu meiner großen Freude, sogar ein Tag frei, an dem eine Gewinnmöglichkeit bestünde. Danach konnte man noch wählen zwischen einer Genußtour mit ca. 600 Höhenmeter und einer sportlichen Tour mit den doppelten Höhenmeter. Training muss sein, auch für den E5. Somit kreuzte ich motiviert die sportliche Tour an. Ein paar Wochen vergingen und schließlich lag tatsächlich ein DinA4-Umschlag der Firma Schoeffel in Briefkasten. Wir wurden gratuliert, dass wir die Teilnahme am „Grenzenlosen Outdoorerlebnis“ gewonnen hatten. Jippi, hin und wieder ist meine Glücksfee doch bereit ihrer Arbeit nachzugehen….

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Am 11. Juni klingelte um 4 Uhr morgens der Wecker. Eine unchristliche Zeit, aber wir mussten um 5 Uhr aufbrechen, denn es ging 2,5 Stunden ins Chiemgau. Auto beladen und um 5 Uhr den Schatz von der Arbeit abgeholt. Dankenswerter Weise, kam der Kollege schon früher und er durfte zur nachtschlafenden Stunde gehen. Am Irschenberg legten wir eine kurze Frühstückspause mit einem starken Kaffee ein. Eine Wohltat, denn ich war immer noch müde vom Tagdienst am Vortag. Im Chiemgau angekommen, führte uns das Navi nach Schleching auf den Parkplatz Geigelsteinbahn.

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Dort hatten die Veranstalter eine kleine Zeltstadt mit Pavillons und Verpflegungsecken aufgebaut. Erinnerte entfernt an ein Mittelalterlager. Nachdem wir auch von Schoeffel mit Testklamotten eingekleidet wurden, um wie schon gesagt, diese zu Testen, stärkten wir uns noch unter den Pavillon für die bevorstehende Tour. Viel trinken, denn es war richtig heißes Wetter vorhergesagt. Kurz nach 9 Uhr waren dann alle Teilnehmer eingekleidet und start klar. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Veranstalter, der Bergführer und der Vertreter des Tourismusverbandes Chiemsee-Chiemgau, wanderten wir auch schon los Richtung Geigelstein.

Zunächst noch im kühlen Wald der Forststraße folgten, verließen wir diesen auch bald. Nach einem Berghotel wurden die schattenspenden Bäume immer weniger und wir gelangten auf die ersten Wiesen und Weiden. Neugierig beäugten uns die Kühe, als wir in der warmen Sonne schwitzend an ihnen vorbei liefen. Den ersten Trinkstopp gab es nach circa 1,5 Stunden an der Wuhrstein-Alm im Schatten des Hauses.

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Der Weg führte uns anschließend weiter bergauf. Nächste kurze Trinkpause legten wir an der Wirtsalm ein, bevor wir über dein Steig den Gipfelsturm angingen. Die herrlichen Blumenwiesen wurden immer weniger, bis wir durch ein Latschenfeld zum Gipfel gelangten. Ganz schön viele Menschen dort oben. Dennoch bot sich uns eine geniale Fernsicht bis zum Watzmann und in Richtung Großglockner. Unglaublich schön.

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Die Gipfelpause war erholsam, aber leider sehr sonnig. So begannen wir mit dem Abstieg über den Geigelsteinsattel. Hartnäckig hielt sich dort noch ein kleines Altschneefeld, eine willkommene Abwechslung. Über Wiesen mit den schönsten unterschiedlichsten Blumen und vorbei an vielen neugierigen oder dösenden Kühlen gelangten wir zur Priener Hütte. Man verzeih mir bitte, dass ich die Blumen nicht benennen kann, ich bin kein Botaniker und kann mir solche Sachen auch nur ganz schlecht merken. Jedenfalls hätte ich den ganzen Tag die schönsten Blümchen fotografieren können, aber das hätte uns nur unnötig aufgehalten.

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Auf der Priener Hütte erwartet uns das Mittagsessen. Schließlich war es schon 13.30 Uhr und die Mägen knurrten dementsprechend nach der langen Tour. Zur Auswahl gab es Schweinebraten oder Käsespätzle. Unsere Spätzle waren sehr sehr lecker. Als Nachtisch servierte die Hüttenwirtin anschließend noch Kaffee und hausgemachten Kuchen. Puuuh, waren wir satt.

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Hilft nichts, wir konnten ja nicht auf der Hütte übernachten und mussten weiter. Die ersten Meter waren beschwerlich, denn das Blut war noch im Gastrointestinaltrakt um dort fröhlich die Verdauung voranzutreiben. Mit jedem Meter wurde es jedoch besser und der Stein im Magen leichter. Es ging nochmal 100 Höhenmeter zurück über einen Sattel, von dem wir über einen Steig zurück zum Aufstiegsweg an der Wirtsalm gelangten. Von dort wanderten wir gemütlich, aber bei ganz übler Hitze zurück zur Geigelsteinbahn.

Wieder im Schoeffel-Camp angekommen, erstmal was trinken und den Schatten der Pavillons genießen. Anschließend gaben wir unser Testmaterial zurück, wobei wir die Regenjacke nicht testen konnten. Ein Wasserfall zum Drunterstellen war leider nicht auf dem Weg gelegen. Zum Abschied füllten wir noch brav unsere Feedbackbögen aus, es gab eine kleine Abschieds- sowie Lunchtüte. So mussten wir auf dem Heimweg schon nicht hungern.

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Aussicht vom Gipfel
Fazit unserer Wanderung auf den Geigelstein:

Sehr schöne Wanderung auf eine  tollen Berg im Chiemgau. Mit 1200 Höhenmeter auch wirklich eine sportliche Tour. Danke an Schoeffel und das Tourismusbüro Chiemsee-Chiemgau für die tolle Organisation und einen wirklich schönen Tag.

Daten & Fakten:

Weitere Impressionen in unserer Bildergalerie:

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Gratulation zum Gewinn und den Fotos !!!! Manni

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    1. miiiep sagt:

      Dankeschön! Für eine ausgeprägte blumenfotosession was leider keine Zeit

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      1. passt alles !!!

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