Wandern in der Heimat – der Höhlenrundweg bei Hirschbach 

Im Juli ist ja die Alpenüberquerung auf dem Fernwanderweg E5 von Oberstdorf nach Meran geplant. Dafür muss man schon etwas trainieren, dachten wir uns. Leider war der Wettergott uns 2017 nicht so hold wie in den Vorjahren und auch die (Wochenend-)Dienste nahmen viel Zeit ein. Somit waren wir häufig „Wandern in der Heimat“.

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Nach dem Samstagnachtdienst in Hersbruck, der gottlob sehr ruhig war, kam der Schatz mit Sugar mich von der Wache abholen. Wir mussten schließlich zeitig starten, denn es stand der Höhlenrundwanderweg in Hirschbach auf dem Programm. Dem Wanderweg wollten wir schon lange machen, aber leider sind die 34 (!) Höhlen vom 1.10.-31.3. wegen Fledermausschutz gesperrt. Sollen ja schlafen können, die Tierchen.

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Die erste Hälfte

Flux fuhren wir die paar Kilometer nach Hirschbach und parkten das Auto am Wanderparkplatz beim Ortszentrum. Dort wurde man auch schon von einem riesigen Infoschild über die beiden Varianten des Weges informiert: 20 Kilometer Höhlenrundweg für Geübte und 12 Kilometer für Jedermann. Ist, denk ich, klar, dass der lange Weg anstand.

Wir durchquerten einmal den Ortskern um auf der gegenüberliegenden Seite dem Weg Nr. 3 nach links zu folgen. Kurz nach den letzten Häusern trafen wir im Wald schon auf die erste Höhle, die Schmiedberghöhle.

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Schmiedberghöhle

 

In kurzen Abständen folgten die Höhlen Nr. 2 bis 6, wobei man zum Teil etwas kraxeln musste um die ganzen Höhlen zu betrachten.

Nach einem weiteren gemütlichen Waldspaziergang trafen wir auf die Höhlen 8 bis 11. In das Fuchsloch (Nr. 10) konnte man schon mal kriechen und durch Nr. 11 sowie 14 (Brünnlesloch) sogar einmal komplett durch krabbeln.

In nun größeren Abständen trafen wir auf die Dürrenberghöhlen (15, 16), der Höhle am Bodenberg (17, hier kreuzt auch der Hanni-Treuheit-Pfad) und der Starrenfelshöhle (18). Bei den beiden letztgenannten Höhlen musste der Eingang einige Meter free Solo bis maximal II. UIAA-Schwierigkeitsgrad erklettert werden. Das gefiel Sugar überhaupt nicht, weil sie sich irgendwie vernachlässigt fühlte als wir abwechselnd kraxelten. Auch lernten wir, dass unser Hund kein Freund von Höhlen ist.

Kurz darauf erreichten wir Neutras. Schon die Hälfte geschafft, yeah. Jetzt hatten wir uns eine Pause redlich verdient und gönnten uns ein alkoholfreies Weizen im Gasthaus zum Neutrasfelsen. Dort hatten wir Anfang des Jahres auch bei unserer Begehung des Hanni-Treuheit-Pfades geparkt.

Die zweite Hälfte 

Frisch gestärkt folgten wir der Straße Richtung Hegendorf, vorbei am Parkplatz des Höhenglücksteigs. Der war bei diesem Kaiserwetter natürlich zum Bersten gefüllt. In Hegendorf passierten wir das Osterloch (20). Zurück im Wald verlief unser Weg Nr. 3 bald parallel zum Norissteig, einem Mittelgebirgsklettersteig ähnlich dem Oberlandsteig. Durch die Atzelsteiner Löcher (21) gekrabbelt, vorbei an Höhle 22 und dem Noristörle (23, Norissteig) erreichten wir über Höhle 24 schließlich die durchkletterbare Amtknechtshöhle (25) des Norissteigs.

An den Mittelbergwandhöhlen (27) wanderten wir unterhalb des Klettersteiges weiter.

Auf dem letzten Stück trafen wir in kurzen Abständen wieder auf die Höhlen 30 bis 34. Bis auf Nr. 34 waren dies alles kleinere Risse oder Löcher entlang der Sportkletterwände. Die letzte Höhle (34) war sogar als Ende markiert.

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ENDE – Höhle Nr. 34

Nun hieß es wieder das kurze Stück zurück nach Hirschbach absteigen und zum Auto zurück. Unsere Beine waren etwas müde und Sugar schlief sofort im Kofferraum ein.

Fazit zum Höhlenrundweg:

Tagesfüllende Wanderung durch die höhlenreiche Hersbrucker Alb bei Hirschbach. Immer Stirn- bzw. Taschenlampe mitnehmen und Klamotten, welche dreckig werden dürfen. Für Hunde und konditionsstarke Kinder gut geeignet. Am besten im Uhrzeigersinn begehen, denn sonst findet man die Markierungen sehr schwer.

Daten & Fakten: 

  • Strecke: 20 km
  • Dauer: 5:30 h
  • Höhenmeter: Anstieg 853 m, Abstieg 811 m
  • GPS-Track: Outdooractive
  • Video: YouTube
  • ACHTUNG: Höhlen vom 1.10.-31.3. wegen Fledermausschutz gesperrt!

Hier noch einige Impressionen in der Bildergalerie:

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ich wünsche schon mal viel Glück für diese Alpenüberquerung ! Kenne ein paar Leute die das auch schon gemacht haben ! Man braucht halt gutes Wetter für dieses Unternehmen ! Man kann glaub auch die Wildspitze mit einplanen als großes Gipfelziel ! Einzelne Etappen kenne ich auch !

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    1. miiiep sagt:

      Dankeschön!
      Nachdem für Juli ein stabiles Hochdruckgebiet prognostiziert ist, sind wir mal leise optimistisch. Auf jeden Fall sind wir schon ganz arg gespannt

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      1. Drück die Daumen !!!

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