Über die Königsbachalm auf den Jennner

Der nächste Morgen startete erstmal vielversprechend. Ausgiebiges Frühstück, der Lawinelagebericht hat sich gebessert und der Wetterbericht versprach wieder ein paar Sonnenstunden. Was nicht zusammenpassen wollte, war das dicke „-“ vor der zweistelligen Gradangabe, aber dafür hat man als Frischluftfanatiker ja schließlich das passende Gegenmittel dabei. Im Zwiebellook, passend zu den 19° unter Null, wie uns unser Bordcomputer beim Eintreffen am Parkplatz der Jennerbahn verriet, entrichteten wir erstmal unseren Obulus von 5€ für das Parken. Dann ging es schnell… rein in die Tourenstiefel, Rucksäcke geschultert und ab Richtung Talstation, wo unsere heutige Tour startete.

 

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Bei frostigen Temperaturen ging es am Morgen auf Tour

dscn3102Direkt hinter der Talstation der kleinen altertümlichen Seilbahn begann für uns der Aufstieg mit den Skiern, erstmal entlang der Talabfahrt. Wir waren nicht die einzigen, die dem Frost im Schatten schnell entkommen wollten. Nach etwa zwanzig Minuten erreichten wir die Abzweigung zur eigentlichen Aufstiegsroute, kaum zu verfehlen, da eine Tafel des DAV auf die empfohlenen Touren übergroß hinwies. Hier konnten wir uns auch gleich einer unserer funktionellen Schichten erleichtern. Nach der Abzweigung in den Wald ging es dann erstmal immer dem Wanderweg entlang, den ich von der Tour im letzten Jahr schon kannte. Zwischendurch wurden die Bäume schon etwas lichter, und wir erhaschten die ersten Aussichten auf das Watzmannmassiv. Nur der Königssee versteckte sich zu dieser Zeit noch im eisigen Nebel.

dscn3109Kurz vor der Königsbachalm verließen wir dann endlich den Wald und durften uns an den warmen Sonnenstrahlen erfreuen. So ging es über die schneeweißen Almwiesen weiter in Richtung unseres Tageszieles. Nach den verlassenen Almen wurde der Weg dann erstmals etwas steiler und die Wanderwege schmaler. Unterhalb des Königsberges bahnte sich die Spur ihren Weg in Richtung Schneibstein. Nördlich des Königsbergs zweigten wir schließlich auf den letzten Anstieg zum Jenner ab. Nach ein paar schönen Spitzkehren im sonnigen Südhang erreichten wir wieder die Piste, welcher wir nur noch bis zur Bergstation folgen mussten.

Nach der verdienten Stärkung in der Bergstation konnten wir die Abfahrt auf der langen und bestens präparierten Piste genießen. Nach 30 Minuten Genußabfahrt erreichten wir den Parkplatz und freuten uns nach dem sonnig-frostigem Tag erstmal auf die Sauna.

Fazit:

Mit einem Mix aus freiem Aufstieg und Abfahrt über die Piste eine schöne Tour für alle Tourengeher, die nicht so gut Abseits der Piste fahren können oder wollen. Schöne Aussicht über den Königssee und auf die umliegenden Berge beim nicht all zu schwerem Aufstieg. Wärend der Pistensaison gute Verhältnisse für die Abfahrt. Alternativ kann man an der letzten Abzweigung zum Jenner auch weiter über das Carl-von-Stahl-Haus zum Schneibstein.

Daten und Impressionen:

  • Dauer: 4:31 h
  • Distanz: 13,4 km
  • Höhenmeter: 1197 hm Aufstieg, 1177 hm Abstieg
  • GPS-Track auf Outdooractive und Bergfex

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. romanaontop sagt:

    Hey cool, wann wart ihr denn da? Die Tour is echt super, die trifft eigentlich jeden Geschmack, egal ob Genussgeher oder Sportler. War dort auch schon unterwegs, bis zum Stahlhaus. Aber die Jenner-Variante lockt mich auch noch, mal sehen, ob es diese Saison nochmal geht. Wart ihr ganz am Gipfel oben oder nur bis zur Bergstation?

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    1. kraxxler sagt:

      Wir waren Ende Januar, nach den großen Schneefällen dort. Wir haben leider den Fehler gemacht und haben uns vom Hunger in die Bergstation ziehen lassen, danach könnten wir uns für den Gipfel nicht mehr motivieren.

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