Über den Gletscher zum Top of Tirol 3201 m

Die Stippvisite in Südtirol an den Drei Zinnen war nur kurz gewesen und wir befanden uns auch schon wieder auf dem Weg ins Stubaital. Sugar sollte am Ende unseres Urlaubes nochmal Schnee zu sehen bekommen.

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Vom Gamsgarten ging’s bei sommerlichen Temperaturen Richtung Gletscher.
Nach einer Nacht am Brenner bogen wir früh morgens ins Stubaital ein. Der Weg führte uns direkt zur Talstation Gamsgarten (1750 m), vorbei an der Talstation der neuen 3-S-Eisgratbahn. An diesem 30.9.16 war zwar SkiOpening, aber die Eisgratbahn sollte erst am 22.10.16 eröffnet werden. Also waren wir ja an „alten“ Talstation, die nun Talstation Gamsgarten hieß, goldrichtig. Zu unserer Freude wurde uns an der Kasse mitgeteilt, dass unser Hundi kostenlos mitfahren durfte. Wir hatten ja mit mehr Schnee gerechnet und so auch die Schneeschuhe geschultert, in der Hoffnung diese endlich einweihen zu können. Sugar hingegen freute sich wie ein Schnitzel über die Gondelfahrt. In der Gondel wurde fröhlich aus dem Fenster geguckt und jeder freudig angebellt, der nur an Gondel vorbei lief. Am Gamsgarten angekommen, stellten wir fest, dass nun mal kein Schnee lag und das Thermometer durchaus sommerliche Temperatur zeigte. Einzig eine einsame Piste am Daunferner hatte für die Skifahrer geöffnet und man kam nur mit der 8er-Rotadl-Sesselbahn dorthin.

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Am Beginn des Eisjochferners auf der Höhe der Bergstation Eisgrat.
Uns schwante schon, dass wir unserer Schneeschuhe nicht verwenden können  und wir das zusätzliche Gewicht nur zum Ausdauertraining mitschleppen würden. Aber was macht man nicht alles für seinen Hund… So machten wir uns auf den Weg über die braun-grün herbstliche Wiese auf den Wanderweg Richtung Bergstation Eisgrat auf 2900 m. Unterwegs entledigten wir uns nach und nach einiger Klamottenschichten damit das Laufen im herrlichen Sonnenschein ohne Wölkchen angenehm wurde. Die Bergstation Eisgrat erwies aufgrund der noch laufenden Baustelle der neuen Eisgratbahn noch als geschlossen. Nur die Bauarbeiter und viele Baumaschinen waren zugegen. Wir passierten die Bagger und Pistenraupen und gelangten erstmals auf Gletschereis. Die wenigen Spalten, die der Eisjochferner aufwies, lagen gut sichtbar frei. Wir entschieden dadurch der sicheren Spur unterhalb Eisjoch-Sesselbahn, welche noch außer Betrieb war, zu folgen. Sugar war wieder total happy und begann sich im Schnee zu wälzen. Da kommt doch jedes Mal wieder der Husky durch. Gegen Mitte des Ferner wurde die Spur steiler und der Schnee aufgrund der Sonneneinstrahlung immer weicher. Um nicht abzurutschen und auf die Nase zu fallen, streiften wir unserer Grödel über. Damit ging es doch gleich viel schöner bergauf. Ca. 30. Minuten nach der Eisgrat-Bergstation erreichten wir das geschlossene  Bergrestaurant Jochdohle. Die Gipfel rings herum zeigten sich leider nicht sehr hundetauglich, zumindest nicht für unsere alte Dame, und so begaben wir uns auf die Aussichtsplattform „Top of Tirol 3210 m“ am Schaufeljoch. Bei herrlichen Wetter hatten wir ein tolles und vor allem einsames Bergerlebnis mit super Aussicht. Dazu gab es eine ausgiebige Jause für Mensch und Hund.

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Blick über den Eishochferner ins Tal.

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Blick über den Gaisskarferner und den Snowpark.
Die Überlegung doch das Zuckerhüttl zu erklimmen, wurde wegen der fortgeschrittenen Tageszeit und unserem Glück, wahrscheinlich wieder die letzte Bergbahn am Gamsgarten zu verpassen, schnell wieder verworfen. Deshalb begannen wir mit dem Abstieg, der uns wieder über unseren Aufstiegsweg zurück zur Bergstation Gamsgarten führte. Bei herrlichen 18 Grad Celsius genossen wir noch eine Suppe und ein alkoholfreies Weizen beim Sonnen auf der Terrasse. Schließlich begaben wir uns mit der Gondel wieder ins Tals und suchten uns einen Campingplatz für die Nacht.

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Fazit unserer Mini-Hochtour über die Eisjochferner:

Witzige und nicht ganz ernst zunehmende leichte unanstrengende Mini-„Hochtour“, welche uns in 2 Stunden 44 Minuten und 555 Höhenmetern sowie 6,5Kilometern auf das „Top of Tirol“ führte ;-). Der Gletscher war mit den offen liegenden Spalten gut überschau- und passierbar. Auf ein Seil verzichteten wir, aber die Grödel waren schon angenehm zum Laufen. Sugar hatte zum zweiten Mal die 3000 Meter gut gemeistert.

Insgesamt schöne leichte Tour, auf der man aber dennoch immer die komplette Hochtourenausrüstung dabei sowie entsprechenden alpine Kenntnisse/Erfahrung aufweisen sollte. Für bergerfahrene Hunde gut machbar, keine Kletterstellen.

GPS-Track zur Tour auf Outdooractive und Bergfex.

Hier noch einige Impressionen in unserer Bildergalerie:

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