Skifahren mit kleinem Gipfelglück

Der Winter 2016 lies in den mittelfränkisch Höhenlagen im Dezember auf sich warten und so zog es uns mal wieder nach Österreich. Zumindest war dort in dem höheren Lagen schon Schnee zu finden. Nach unserer Winterwanderung zur Franz-Senn-Hütte wollten wir am Samstag ganz klassisch mal beim Skifahren mit dem Brettern den Hang hinunter rutschen.

Am Samstag beförderte uns dann die neue 3S-Eisgratbahn auf den Stubaier Gletscher. Die Gondeln der neuen Bahn sind echt riesig, sodass 32 Personen hineinpassen. Als Schmankerl gibt’s auch in jeder Gondel WiFi, allerdings hat man bei Fahrzeit von 12 Minuten bis zur Bergstation Eisgrat (2900 m) nur wenig Zeit dies ausgiebig zu nutzen. Von dort ging es dann mit der alten Schaufeljochbahn zur Bergstation auf 3170m. Bei strahlendem Sonnenschein genossen wir die grandiose Aussicht. Nachdem der Snowpark geöffnet hatte, sorgten auch die Akrobaten dort für Kurzweil. Die bereitgestellten Liegestühle waren schon morgens im 9 Uhr rammel voll und viele Skifahrer genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Auch wir wollten die Sonne genießen, allerdings bei der Abfahrt und so befuhren wir erstmal die Pisten auf den Sonnenhängen sehr ausgiebig.

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Blick über den Gaiskarferner zum Pfaffenferner und zum Zuckerhütl. Links im Bild die Schaufelspitze.

Allerdings gab es da noch eine Sache: ein kleiner Gipfel ragt direkt gegenüber des Gipfelrestaurants Jochdohle in dem Himmel empor. Seit letzten Jahr reizte es uns den kleinen Isidor -welch süßer und passender Name – mal schnell während des Skivergnügens zu besteigen.

Diesen Samstag war’s dann endlich so weit. Die Skier abgeschnallt, neben dem Häuschen des Schleppliftes verstaut und den selbigen gekreuzt. Deutliche Begehungsspuren führten die Flanke einige Meter bergauf bevor mitten im Aufstieg ein Stahlseil vorzufinden war. Dieses führte uns über ein paar Holzstufen bergauf. Oben angekommen, überquerten wir noch einen kleinen unversicherten Grat und schwuppdiwupp, schon war das Gipfelkreuz des kleinen Isidor, 3189m, erreicht. Während wir die wärmenden Sonnenstrahlen genossen, eröffnete sich uns ein umwerfender Ausblick zum Zuckerhütl und ins Stubaital. Endlich wieder etwas Gipfelglück nach den wetterbedingt gipfellosen Skitouren der letzten Wochen. Ein tolles Gefühl!

 

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Der Grat zum Gipfelkreuz des Kleinen Isidors.

 

Auf den gleichen Weg gelangten wir wieder zurück zu unseren Skiern und schwangen uns gleich wieder auf die Piste. Nach vielen Abfahrten war auch dieser Skitag zu Ende und wir ließen den Abend gemütlich in der Sauna ausklingen.

 

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Gipfel des kleinen Isidors.

 

Fazit des Tages:

Wer neben dem Skifahren am Stubaier Gletscher schnell und leicht seine Gipfelsucht befriedigen möchte, der kann einem kurzen Abstecher auf den kleinen Isidor (3189m) machen. Insgesamt braucht man ca. 20 Minuten für den Gipfel. Trittsicherheit sollte auf dem kleinen Grat aber vorhanden sein. Ein geschenkter 3000er.

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