Auf dem GR20 zum Refuge de Paliri 

Nach kurzen Abstechern nach Sagone und Porticcio, wo wir sogar mal an „U Rupione“ klettern konnten, querten wir über die N196/D268 von der West- zur Ostküste. Da auf Korsika von Nord nach Süde eine Hochgebirgskette verläuft, auf der auch der Fernwanderweg GR20 beheimatet ist, mussten wir die selbe bei unserer Fahrt queren. Auf der doch recht gut ausgebauten Gebirgsstraße hatte man herrliche Sicht auf die Berge. Wir passierten den Bavella-Pass, den höchsten Punkt der Gebirgsstraße auf 1218m, und suchten uns weiter ostwärts einen gemütlichen Campingplatz, welcher am Fluss Solenzara am Ausgang des Col de Bavella gelegen ist.

Nachdem die letzte Bergtour auf den Capu d’Orto (1294m) schon mehrere Tage zurück lag und gleichzeitig die markanten Bavella-Türme immer im Blickfeld lagen, verspürten wir und der Hundi wieder Sehnsucht. Hierdurch wurden wir zurück auf den Bavella-Pass getrieben und wir wollten die vorletzte Etappe des GR20 zum Refuge de Paliri in Angriff nehmen. Damit hätten wir dann auch ein Stück des Fernwanderweges ausprobiert. Der Bavella-Pass ist als klassisches Bergsteiger-/Wanderziel ziemlich gut ausgebaut und es gibt auch einen bewachten Parkplatz (4€/Tag), auf dem sogar Wohnmobile erlaubt sind. Dieser befindet sich direkt auf dem Sattel, gegenüber der Madonnenstatue Notre-Dame-des-Neiges.

 

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Erster Teil auf der Forststraße..

Von Parkplatz aus folgten wir zunächst der Passstraße wieder etwas in östlicher Richtung bergab. Den Weg markierten die rot-weißen GR20-Schilder. Oberhalb der „Auberge de Col de Bavella“ wanderten wir erstmal abwechselnd auf einer Forststraße und einem Waldweg. Hier trafen wir bald bergab auf den Volpajola-Bach mit einer kleinen Staustufe, wo man auch seine Flaschen hätte auffüllen können. Kurz danach zweigte ein schmaler Pfad nach rechts-bergauf weiter in Wald ab. Es wurde deutlich steiler und wir gelangten zur Foce Finosa, einem Sattel mit Felsgrat. Auf 1214m genossen wir die Aussicht über das Tal und die markanten Bavella-Türme. Zur Paliri-Hütte mussten wir nun steil über einen felsigen Steig absteigen, ähnlich einem klassischen Gebirgssteig. Im angekommen Tal, liefen wir noch eine kurze Querung bis es erneut ein kurzes Stück leicht bergauf zum Refuge de Paliri gelangten (1055m).

 

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Refuge de Paliri.

 

Hier wurde eine kurze Pause für Mensch und Tier eingelegt. Nachdem wir ausgeruht waren, wollten wir noch zur Punta di l’Amina Damanta wandern, welche wir aber irgendwie verpassten und fröhlich weiter entlang des GR20 liefen. Nach circa 45 Minuten stellten wir unseren Irrtum fest und begaben uns aus auf den Rückweg.

Zunächst ging es wieder zurück zur Paliri-Hütte und dann auf ursprünglichen Weg durchs Tal wieder steil hinauf zur Foce Finosa. Mittlerweile war aus dem sonnigen Tag ein bewölkt schwül-warmes Wetter geworden und Wind kam auf. Von der Foce de Finosa folgten wir den Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz, wo wir eine wohlverdiente Pause einlegten.

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Tafoni-Felsformationen entlang des GR20.

 

Fazit unseres GR20-Abschnitts:

Der vorletzte Abschnitt des GR20 zur Paliri-Hütte beginnt erstmal unspektakulär mit der Forststraße und dem Waldweg. Ab der Foce Finosa wird der Weg abwechslungsreicher und die Aussicht richtig schön. Im Refuge di Paliri, welche eine Selbstversorgerhütte ist, hätte es sogar Kaffee und Kuchen beim Hüttenwirt gegeben. Der Rückweg ist wesentlich anstrengender, da man das steile felsige Stück bis zur Foce Finosa wieder aufsteigen muss. So einsam wie der Weg morgens zur Hütte war, so viele Wanderer kamen uns am frühen Nachmittag entgegen. Am Bavella-Pass gibt es noch Einkehrmöglichkeiten zum Abschluss der Tour. In 3 Stunden legten 616 Höhenmeter und 8 Kilometer zurück. Für Hunde und konditionsstarke Kinder ist die Tour gut geeignet.

GPS-Track zur Tour auf Outdooractive.com und Bergfex.de

Hier noch einige Impressionen in der Bildergalerie:

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