Von Pisa nach Livorno

Während unseres Toskana Trips im Oktober 2016 sollte die Action nicht zu kurz kommen. Also kamen die Räder mit. Total verpeilt, was wir nun so tun, kamen wir auf die Idee welche wir beim Frühstück in einem Buch blätternd hatten, nach Livorno zu fahren zu einem Johnny, einem Fischfritierer, der in der ganzen Stadt berühmt sein muss/soll für seinen Stil.
Also stiegen wir auf, und fuhren los, nach Marina die Pisa.Dort erwartete uns ein Jachthaften und Flohmarkt. Im Hafengebiet kann man auch alte Fischerhütten mit traditioneller Fischmethode aus der Weltkriegszeit ansehen, das taten wir:
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An der selben Stelle trifft der Arno in das Meer, man sieht die Strömungen gegeneinander arbeiten. Auch die Farbe des Meers mischt sich mit dem Arno.

Kurz darauf ist aber schieben angesagt, Flohmarkt sei Dank.. Aber nach einigen Minuten und diversen Ramschständen geht es zügig weiter im Text.

Besonders anspruchsvoll sind italienische Straßen nicht, so ging es mehrere Kilometer weiter, weshalb wir dann auch einen fixen Abstecher zum Meer wagten. Dort planten wir einen kleinen Sit In und eine Pause mit Rauschen und Entspannung.
Doch seht selbst:

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So spulten wir Kilometer für Kilometer ab, und auf Orux Maps kam Livorno immer näher.
Kurz darauf fuhren wir durch den Hafen von Livorno, voller guter Dinge, dass es nun schnell voranging. Auch wenn wir nun auf einer Straße fuhren.livorno-downsize-5

Kurze Zeit darauf endete die Straße schlagartig in einer Brücke. Wir standen vor der Wahl über einen Autobahnzubringer (?) oder eine italienische Schnellstraße durch Livornos Hafen zu fahren. Also fuhren wir rechts ran, Orux Maps steh uns bei! Wir fanden also eine Bahntrasse und bevor wir auf die Schnellstraße fahren, sehen wir lieber nach, ob es irgendwo eine Alternative gibt, und die gab es. Eine einzige Strasse die als Sackgasse endet. Also fuhren wir sie entlang, links von uns Container neben Container.
Gerade noch neben den Containern, sahen wir uns um, entdecken 4 Liefergleise, und huschten hinüber.Zum Glück hatten wir keine Kinder dabei. Weiter ging es. Nach einigen Kilometern durch den Hafen waren wir dann endlich irgendwann auch auf dem Weg in die Stadt.

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Das größere Abenteuer war die Fahrt um 15:00 mitten in einer italienischen Stadt zwischen den Autos auf der Straße. Denn Radwege kommen und gehen hier, besonders beliebt mit den Abgrenzungen von hohen Bordsteinen. Einmal auf dem Gehsteig, dann spontan Ende. Ohne Markierung, die endet einfach an der Bordsteinkante. Da sind wir Deutsche zu verwöhnt. Auch was das Wort Sicherheitsabstand angeht.
Schlussendlich fanden wir sogar nochpromenade-livorno-1 ein altes Fort, welches auf 1100 datiert wurde, während des zweiten Weltkrieges zerstört wurde und dann doch wieder aufgebaut wurde. Typisch Toskanisch sind die roten Steine.

Wieder einmal weiterinformieren wo wir hinmüssen steht auf dem Plan, und siehe da, wir sind auf einmal am besagten Piazza. Es gibt auch laute Musik aber seht selbst die Outside-Adventure Premiere:
Videoaufnahme vor Ort der Atmosphäre. Wir riechen den Fisch und spüren den Vibe. Ihr kriegt zumindest den Vibe 😉

Also gehen wir weiter hin, sehen uns um, und was sehen da unsere Augen?
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OGGI
E
TUTTO
GRATIS!

Free food! Gratis Fisch! Nur Bier kostet extra. Ob nun die Bude komplett schließt oder nur saisonal verstehen wir nicht ganz, aber erstmal eine erfreuliche Nachricht. Soviele Portionen wie du magst umsonst.

Also gibt es bei diesem Ambiente guten Fisch, angeblich den authentischsten von Livorno for Free mit guter Atmosphäre.

 

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So, nun sitzen wir da, essen Fritato, Trinken Bier und genießen die Jamsession. Aber irgendwann müssen wir eben auch weiter, und sehen uns noch die Promenade an. Sehr alt und gut gepflegt, angeblich historisch. Das sieht man, und muss wirklich dastehen und einfach nur die Atmosphäre wirken lassen um es zu genießen. Angeblich entstehen durch die Steine Pools welche wärmer sind. Leider kommen wir nicht dazu es zu probieren.

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Nach der Promenade planen wir unseren Rückweg durch das Stadtzentrum, zum Bahnhof. An jedem Sightseeing machen wir einen kurzen Stop für Fotos und um zu sehen was wir da eigentlich haben. Die Entdeckungsreise macht zuviel Spass aber irgendwann is leider immer Schluss.

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Wir haben ehrlich gesagt 0 Lust wieder durch den Hafen zurückzufahren.

Schlussendlich waren es gut 50 km an diesem Tag und einige Erkenntnise:
Fahrt in Italien Zug! Billiger geht es nicht.
Pisa Livorno kostet für 2 Personen inklusive Rad 8€ Die Autobahngebühr ist definitiv höher.
Wenn ihr Radfahrt: Fahrt wir Schweine. Haben die keinen Respekt vor euch geht ihr unter.
Plant eure Trips weniger. Die coolsten Dinge entdeckt man meist im Vorbeifahren. Weniger ist wirklich mehr. Wir kamen an, und hatten den Tag zur Verfügung. Genießt die Orte und macht weniger.

Was ich damit sagen will: Auch kleine Trips die absolut ungeplant und chaotisch sind haben ihren Reiz. Denn dies war genau soeiner. Losfahren und den Weg das Ziel sein lassen. Weniger Leistung, mehr Chillen. Sehr zu empfehlen.

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