Schmied Klettersteig

Im heißen Jahrhundertsommer 2015 machten wir uns im Juli auf, die Klettersteige des Salzkammerguts zu erobern.

Als zweiten Klettersteig unserer Tour erkoren wir den Schmiedsteig im Gosau-Hintertal aus. Von unserem Basecamp in Gosau waren es somit nur ca 5-6 Autominuten und wir guter Dinge. Da allerdings das Wetter am späten Nachmittag sich verschlechtern sollte, mussten wir uns natürlich beeilen. Doch die Wettervorhersage sollte zum Glück nicht recht behalten.

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Kurz ein paar nüchterne Fakten zum Schmied Klettersteig:

Parkmöglichkeit ist beim Parkplatz neben dem Gasthof Gosauschmied und dann ca. 15 Mintuten Zustieg zur Wand. Ist eigentlich ganz gut ausgeschildert. Der Steig selbst ist überwiegend in den Schwierigkeitsgraden B und C angesiedelt, nur am Ausstieg gibt es ein längeres A-Stück. Der Alternativeinstieg ist Schwierigkeit D/E. In ca. 2 Stunden Steigzeit bewältigt man 250 hm und der Abstieg dauert dann wiederum ca. 50 Minuten.

Das Auto parkten wir am Parklplatz beim Gasthof Gosauschmied und dann ging’s ca. 15 Minuten Zustieg zum Steig, dachten wir. Aus den 15 Minuten wurde dann fast eine Stunde, da wir die Abzweigung nach links zur Wand verpassten. Das Abzweigungsschild war ziemlich eingewachsen und so liefen wir erstmal ein Stück den Abstiegsweg hinauf. Nach einigem Suchen, bei dem wir auch kurz bei einer Sportkletterwand gelandet waren, fanden wir schließlich das eingewachsene Schild und die verbleibenden ca. 5 Minuten Weg zur Wand.

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Zu unserer Freude war der Steig die meiste Zeit im Schatten gelegen. Wir wählten den klassischen Einstieg über die Ahornplatte (B und C). An der Eibenquerung (C) traf man auf den Alternativeinstieg. Weiter ging es über horizontale Leitern (B) zum Lärchenblock (B/C). Am dazwischengelgenen Fichtenschlag gibt es die Möglichkeit für den ersten Notausstieg.  Am Lärchenblock zeigten sich gute feste Tritte im Fels, sodass kaum Eisenklammern oder -stifte dort angebracht waren. Danach folgte im Zwischenspiel ein kurzes Gehstück mit der zweiten und letzten Möglichkeit für einen Notausstieg. Über die Gamsplatte(B) und das Marderband (B/C) kam man zum Scharfen Eck (B/C) und der dort gelegenen Leiter. Die nachfolgende Seilbrücke (B) wurde von uns mit einem C-Teil umgangen, um schließlich über den weißen Pfeiler (C) zum Steigbuch zu gelangen. Natürlich gabs den obligatorsichen Eintrag. Das letzte A-Stück, Draufgabe, war viel länger als im Topo beschrieben und ging ziemlich steil bergauf. Der anschließende Teil des Ausstiegs war nicht besser. Zusätzlich kam noch hinzu, dass ab der Draufgabe die schattige Wand verlassen werden mussten und man nun der prallen Sonne ausgesetzt war. Erst im unteren Teil des Abstiegs gabs dann zum Glück wieder Schatten.

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Erschöpft und durchgeschwitzt kamen wir also am Parkplatz und fuhren erstmal noch die ca. 5 Autominuten zum vorderen Gosausee um uns dort im kühlen Nass zu erfrischen.

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Fazit zum Schmiedsteig:

Schattig gelegener Klettersteig, was bei sehr heißem Wetter ideal ist, aber bei schlechtem Wetter lange die Feuchtigkeit hält. Die Schwierigkeit ist insgesamt mittel, meiner Meinung nach. Durch den Alternativeinstieg ist auch etwas für die sportlich ambitionierten Klettersteiggeher geboten. Ich fand sehr schön, dass es nur wenig Eisenklammer und -stifte gab, sodass es mehr mit richtiger Kletterei gemein hat. Der Ausstieg selbst ist nicht so schön, da er anfänglich nochmal richtig richtig steil bergauf geht und kein schattiges Plätzchen bietet. Trotzdem jederzeit wieder.

 

Infos und Topo zum Schmiedsteig: Schmied Klettersteig auf Bergsteigen.com

 

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