Laberbergrunde

Wir Frischluftfanatiker sind ja echt ein flexibles Volk. Bereits seit März diesen Jahres versuchen wir das Laberköpfl über die Reindlkante zu besteigen, doch dieser Gipfel hat anscheinend etwas gegen uns, und jedesmal wenn wir nicht arbeiten müssen, macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. So auch dieses Mal, seit 3 Wochen schönes Wetter gemeldet und 2 Tage vor der Anreise, mitten im Hochsommer, dann der Wintereinbruch. Am Morgen des Geschehens saßen wir dann beim Frühstück, und wie sollte es anders sein, zog ein kleines Regenband über uns hinweg. Unsere Hoffnung, die nördlich ausgerichtete Route doch noch trocken vorzufinden, waren dahin.

DSCN1157In der Gegend waren wir ja jetzt schon, also musste eine Alternative her. Nach kurzem Studieren des weiteren Wetterverlaufes und der Wanderkarte der Region, stand unsere Tagestour schnell fest. Ein Runde über den Laberberg – Aufstieg über einen kleinen Steig, über die Schartenköpfe aufs Laberjoch und beim Abstieg noch einen Abstecher auf die Ettaler Mandl.

Schnell noch den Rucksack für den Tag gepackt und dann ging es auch schon los. Vom Parkplatz der Laberbergbahn, vorbei an der Talstation und dann ging es erstmal stetig nach oben. Anfangs noch auf einem etwas breiteren Wanderweg. Nach kurzer Zeit zweigte dann der kleine Steig ab. Steil ging es parallel zur Seilbahn den Berg empor. Im oberen Teil zog der Pfad dann unterhalb der Schartenköpfe aus dem Tal und langsam aus dem Wald und man konnte schon den einen oder anderen Blick über Oberammergau erahnen.

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Versicherte leichte Kletterei auf den Schartenköpfen

Über kleine leichte Klettereien gelangten wir schließlich auf die Schartenköpfe (1581m). Hier erwartete uns ein weites Panorama über Ettal, Oberammergau und die Bayrischen Voralpen. Die Gipfel des Wettersteingebirges steckten leider noch in einer dicken Wolkendecke. Anschließend folgten wir dem kleinen Pfad über das Laberjoch (1686m) zur Bergstation. Bei einer verdienten Brotzeit mit passendem kühlen Getränken konnten hier die Turnschuhtouristen beobachtet werden, wie sie mit der alten Pendelbahn auf den Gipfel gekarrt wurden, aßen und die wenigsten sich zu Fuß auf den Weg ins Tal begaben.

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Letzter Anstieg auf die Ettal Mandl

Nach der ausreichende Stärkung setzten wir unseren Weg über den Wanderweg ins Tal fort. Den etwas weiteren Weg über die Ettaler Mandl (1633m) sollte man sich nicht entgehen lassen. Nach 30 Minuten auf einem Waldpfad erreichten wir schließlich den Einstieg zum kleinen Klettersteig (A/B) auf den ausgesetzten Gipfel. Hier herrschte reges Treiben – auf wie ab. Ständiger Gegenverkehr auf dem kleinen Weg und Wartezeiten waren angesagt, was die kleine Klettereinlage und der Ausblick vom Gipfelkreuz allemal wert war. Danach folgten wir dem Weg über den Soilasee zur Soilaalm, wo man noch einmal gemütlich einkehren kann. Der Rest ist dann reine Formsache, über einen Forstweg ging es zurück zur Laberbergbahn-Talstation. Gegen Ende stand noch die Entscheidung an, dem Forstweg komplett zu Folgen oder, wie wir, vorbei an den Staustufen der Laine zum Parkplatz zurückzukehren.

 

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Herrliche Lage für eine Erfrischung auf der Soila-Alm

 

Unser Fazit:

Eine lohnenswerte und tagesausfüllende Tour über den Laberberg mit herrlichem Ausblick. Die kurzen Klettereinlagen sorgen für etwas Abwechslung sind aber eher als leicht anzusehen. Den kleinen Klettersteig sollte man sich nicht entgehen lassen – trotz der Kürze und der Leichtigkeit (A/B) sollte auf die nötige Ausrüstung nicht verzichtet werden!

GPS-Track auf outdooractive.com oder auf Bergfex

Impressionen:

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