Vertical-Cardio – MSL rund um Arco

Im 3. Teil unserer Arco-Blogreihe haben wir zwei Mehrseillängen-Klettertouren für euch. Da wir zum ersten Mal in einer 3er-Seilschaft unterwegs waren, musste zunächst erstmal das Handling mit den 2 Halbseilen getestet werden.

Placche di Baone

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Nach langem Blättern im neu erschienenen Kletterführer „Arco – Plaisir“ von Flrorian Kluckner (sehr zu empfehlen) viel die Wahl auf den Placche di Baone. Die Platten des Monte Baone bieten 5 Touren mit je 4 Seillängen im Schwierigkeitsgrad 3a – 3c, also sehr einfach, und man konnte sich gut auf das Seil-Handling in allen Variationen konzentrieren, dazu gibt es noch eine sehr gute Aussicht über Arco und den Gardasee. Ein weiterer Vorteil war, das wir uns bei einsetzenden Regen schnell wieder abseilen hätten können, da das Wetter an dem Tag sehr unbeständig war.

Fazit:

keine anspruchsvolle Kletterei, aber als Training für Standplätze in MSL bestens geeignet, verbunden mit dem kurzen Zustieg und der Aussicht insgesamt zu empfehlen

Molinei – La Bellezza Della Venere

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Den Einstieg kann man kaum verwechseln

 

Unsere zweite Tour führte uns über die Venere auf den Molinei bei Dro. In 8 Seillängen führt die Route zu Beginn über leichtes und gestuftes Gelände und wird nach obenhin zunehmend schwieriger und abwechslungsreicher. Der Schwierigkeitsgrad ist mit UIAA 4+ angegeben und gut abgesichert.  Sie ist eine der meistbegangensten in der Wand, was wir bereits am Wandfuß feststellen mussten. Bei unserer Ankuft entwirrte bereits eine Seilschaft ihre Doppelseile, hinter uns wartete noch ein weiterer 4er-Trupp auf ihren Einsatz.

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Gestuftes Gelände am Einstieg

Dann ging es endlich los, die ersten Seillängen führten über leichtes, gestuftes Gelände schnell nach oben, gut gesichert an Borhaken und Sanduhrschlingen. Da die Seilschaft vor uns in mäßigem Tempo unterwegs war, mussten wir an den Standplätzen immer wieder längere Pausen einlegen und konnten die Aussicht über das Sarca-Tal genießen. Die Untere hälfte der Route liegt schön in der Sonne, lediglich der Wandfuß spendet beim Warten etwas Schatten.

 

In der 4. und 5. Seillänge folgen dann ein paar Platten, die im Schwierigkeitsgrad 4+ zu überwinden sind. die Querung auf der Platte zu Beginn der 5. Seillänge ist leicht speckig und fordert viel Konzentration, da nur wenig gute Griffe und Reibungstreten einen großen Pendelsturz verhindern. Nach der Querung geht es in einigen schönen Zügen auf den Pfeilerkopf, hier lohnt es sich eine bequeme Pause einzulegen.

Die restlichen Seillängen führen über gut zu kletternde Rampen durch die vom Tal bereits gut erkennenbare markante Wand. Hier können trotz des mäßigen Schwierigkeitsgrades von maximal 4 UIAA zusätzliche Sicherungen helfen. Die Tritte sind teils erdig, teils speckig, teils bröselig, auch hier drohen größere Pendelstürze.

Nach der letzten Rampe hat man erstmal genügend Platz um sein Material wieder im Rucksack zu verstauen, die Schuhe zu wechseln und das Seil aufzunehmen. Das ganze bei einer herrlichen Aussicht, wenn das Wetter mitspielt. Danach folgt nur noch der Abstieg über einen kleinen Steig zurück zum Parkplatz.

Fazit der Venere:

Sehr lohnende, anfängerfreundliche Kletterei in abwechslungsreichem Fels. Die Route ist gut gesichert, ein Satz Keile oder Friends für die Quergänge können dem ein oder anderen etwas mehr Sicherheit Verschaffen.

Weitere Impressionen:

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Infos und Topo zur Tour findet ihr auf: Bergsteigen.com

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