Klettersteig-Stehen am Tegelbergsteig

Am sonnigen Sonntag, den 22. Mai 2016, ging es mal wieder mit einer Schar Gleichgesinnter vom schönen Franken gen Alpen. Diesmal sollte der Tegelberg Klettersteig erklommen werden.

 

RIMG1608
Warnhinweis zu den Öffnungszeiten beim Aufstieg

Zunächst – wie immer – zu den nüchternen Fakten:

Gelegen ist der Tegelberg Klettersteig im schönen Schwangau und am gleichen Fels wie der Fingersteig (D) und der Gelbe Wand Klettersteig (B) zu finden. Im Schwierigkeitsgrad C angesiedelt, ist der Tegelberg Klettersteig eher mittelschwer. Aufgrund der Steigzeit mit ca. 2 Stunden sollte man diesen jedoch nicht unterschätzen. Hierbei bewältigt man 270 Höhenmeter. Zustieg ist mit ca 1,25 Stunden etwas länger und der Abstieg dauert dann ca. 2 Stunden über den Gelbe Wand Klettersteig oder verkürzt mit der Tegelbergbahn ca. 1 Stunde.

Nach 3 stündiger Fahrt stellten wir die Autos direkt an der Tegelbergbahn Talstation ab. Leider mussten wir hier Parkgebühr zahlen. Der Zustieg begann links der Sommerrodelbahn und  führte uns steil bergauf. Die Ausschilderung war durchweg sehr gut und alles leicht zu finden. Die eingebrachten Stufen am Wanderweg waren anscheinend von einem 3 Meter-Mensch oder Yeti angebracht worden, da diese für kleine Menschen eher ein Kletterhindernis als eine Stufe darstellten. War dann doch recht mühevoll.

Stau am Einstieg zum Tegelberg Klettersteig
Stau am Einstieg zum Tegelberg Klettersteig

 

Schliesslich am Anseilplatz angekommen, befanden wir uns schon mal in guter und vorallem zahlreicher Gesellschaft. Um vom Anseilplatz zur Einstiegsleiter des Tegelberg Klettersteigs zu gelangen, mussten wir das erste Viertel des Gelbe Wand Klettersteigs in Angriff nehmen. Hier ging es erstmal im zähfliessenden Verkehr voran. Wie immer bei diesen Verkehrsverhältnissen gab es einige rücksichtslose und vorallem ohne sicherheitsausrüstung ausgestattete Drängler – natürlich ein tolles Vorbild für Kinder!!!

An der Leiter dann der erste richtige Stau mit ca 15 Minuten Wartezeit bis wir endlich auch die ersten Sprossen erklimmen konnten. Danach hieß es in der ersten B/C-Querung vor der ersten C-Senkrechten (zwischen Anschnitt 20 und 21 nach Topo) zunächst wieder warten… Ein Hoch auf die Standschlinge. Zwischen Aschnitt 21 und 22 zeigte sich dann wieder etwas flüssigere Verkehrslage, bis es erneut im C-Teil an der Platte durch zwei sehr überforderte Anfänger zu Wartezeiten kam. Die Beiden boten dann Freundlicherweise im nächsten A-Stück den Nachfolgenden die Möglickeit an zu überholen. In der glattem Verschneidung (B/C) lief es wieder Reibungslos. Allerdings zeichnete sich in der Rampe mit ihren B-Teilen wiederum eine Staufront ab. Die hierdurch eingelegte Rast am Steigbuch war in zweierlei Hinsicht leider nicht erfolgreich: erstens gab es leider kein Steigbuch mehr im leeren Kasten und zweitens kam es trotzdem zum Stau in dem folgenden Abschnitten.

"Rumhängen" im Stau
„Rumhängen“ im Stau

 

Somit hieß es dann wieder warten an der Leiter vor Abschnitt 26. Hier verbrachten wir ca 45 Minuten, da sich vor uns zwei Pärchen mit Klettersteigsets in einer Seilschaft übten. Leider funktionierte das natürlich nicht und hatte auch nicht die entfernteste Ähnlichkeit mit einer Sicherung des Nachsteigenden im Klettersteig, so wie sie sein sollte.

Genug Zeit den Ausblick zu genießen
Genug Zeit den Ausblick zu genießen

Somit hieß es dann wieder, uns die eigentlich echt schöne Abschlusswand mit den C- und B/C-teilen nach oben zu warten. Urplötzlich zeigte sich ein kleines Holzplateau und somit hatten wir den höchsten Punkt erreicht. Vom im Topo angekündigten Gipfelausstieg war leider weit und breit nichts zu sehen.

Nach einer kurzen Rast aka verspätete Mittagspause machten wir uns an den Abstieg. Noch zunächst mit einem B-Stück mit Holzleitern und Klammern ging es recht schnell in den Gelbe Wand Klettersteig zum Abstieg über. Der Gelbe Wand Klettersteig ist grösstenteils ein schwieriger Wanderweg, der an einigen heiklen Stellen mit Stahlseil versichert ist. Nach ca. 1,5 Stunden erreichten wir die nun verwaiste Einstiegsleiter zum Tegelbergklettersteig. Nach nochmal einstündigen Weg konnten wir schlussendlich die Füße im Kneipbecken an der Tegelbergbahn erfrischen.
Fazit zum Tegelberg Klettersteig:

Insgesamt sehr schöner und auch anspruchsvollerer Klettersteig mit zum Teil doch sehr alpinen Charakter. Der Zustieg ist wegen der Steigung schon knackig. Leider ist der Steig am Wochenende sehr überlaufen, sodass aus den geplanten 2 Stunden Steigzeit schnell 4-5 Stunden werden. Unter der Woche ist die Besucherzahl wahrscheinlich nicht so hoch. Der Abstieg über den Gelbe Wand Klettersteig ist technisch einfach und in der verschlagten Zeit machbar.

Infos und Topo auf Bergsteigen.com

Öffnungszeiten des Tegelberg Klettersteigs

 

Zum Schluss noch einige Impressionen hier in unserer Bildergalerie

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s