Schluchtenfeeling im Postalmklamm Klettersteig

Bei Kaiserwetter konnten wir im Jahr 2015 sogar zweimal den Postalmklamm Klettersteig begehen. Ein herrlicher Genussklettersteig mit vielen Seilbrücken und den allersten F-Teil Österreichs in der Gamsleckenwand.

 

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Mal wieder die nüchteren Fakten zuerst:

Gelegen ist der Klettersteig an der mautpflichtigen Postalmstraße, kosten ca 5,00Euro pro Person. An der zweiten Kehre befindet sich linksseitig das Klettersteigschild an einer Parkbucht. Von der geht es gut ausgeschildert ca 10 Minuten bis zum Einstieg in den Klettersteig. Insgesamt die Klamm selbt bei B/C mit einem kurzen D-Stück angesiedelt. Die Gamsleckenwand weist hauptsächlich C/D und die dortige Eintiegsvariante in der Schwierigkeit F auf. Der letzte Abschnitt mit der Dschungelbrücke (A/B) bietet dagegen nur ein kurzes C-Stück. Zwischen den drei Teilen gibt es immer wieder landschaftlich schöne Gehstrecken. In einer Gesamtzeit von ca 3 Stunden bewältigt man hier ca 350 Höhenmeter. Der Abstieg zurück Parkplatz dauert dann ca 1 Stunde und verläuft zut Teil an der Strasse.

 

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Die Seufzerbrücke

Wir bezahlten also brav unseren Obulus und machten uns nach Erreichen des Parplatzes zügig an den Zustieg. Der Weg ist relativ einfach zu finden, da er sehr schön ausgeschildert ist. Gleich nach dem Einstieg bot sich auf der Seufzerbrücke (B/C) schon einer herrlicher Ausblick auf den durchfließenden Rußbach. Es folgte ein kurzes, etwas steilers Waldstück (A) mit sehr guter Absicherung vor dem ersten B/C Stück mit guten festen Tritten und Metallstiften in der Wand. Unterhalb tost der Rußbach.

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An der zweiten Steilbrücke, der Hängelbrücke (C), angekommen, quert man über diese an der herunterhängenden Seilen wieder auf den rechten Klammteil. Dort geht es dann über viele Eisenklammern/-stifte in B, B/C und einen kurzen C-Stück zum Gattsprung. Hier bietet sich an einer Wandeng der Klamm der berherzte Sprung von einer Eisenklammer auf dieselbige an der gegenüberliegenden Wand. Die Erfahrung zeigte, dass kleine Menschen sich mit Bandschlinge hervorragend hinüberhangeln konnte und ab einer Größe von ca 1,85m reicht einmal ein sehr großer Schritt aus. Und 8 Meter tiefert tost der Rußbach.

 

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Der Gattsprung

 

Wieder im linken Wandteil gehts dann über die Eisenklammer im Spiegel (C) hinab  zur Wasserfallbrücke. Bei beiden Begehungen konnten wir einen Regenbogen am Wasserfall erleben. Über die Brücke (B) gehts wieder zurück in den rechten Wandteil und nun relativ senkrecht nach oben über die Karstquellwand (überwiegend C mit einem kurzen C/D Stück). Danach ist der erste Teil und längste Teil Klettersteiges geschafft.

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Die Wasserfallbrücke

Über eine ca 15 minüte Gehstrecke im Wald, stark bergauf und entlang der großen und kleinen Badewanne sowie des Kaskade-Wasserfalls, gelangt man zur Gamleckenwand. Hier trugen wir uns noch direkt am Einstieg in das Steigbuch ein. Bei der ersten Begehung ließen wir die Wand wegen den schwülen 30°C im Schatten aussen vor. Beim zweiten Mal hingegen wurde diese selbstverständlich erklommen. Wir trennten uns am Einstieg, da ich die klassiche D bevorzugte und der Kraxxler lieber die F-Variante ausprobieren wollte. Dort lagen im Stahlseil noch alle 50cm zurückgelassene Prusikschlingen, die das vorankommen schier unmöglich machten. Wir trafen uns dann wieder nach dem ersten Drittel wieder um die letzten beiden Drittel der Wand zusammen zu erklimmen.

Nach weiteren ca 20 Gehminuten gelangten wir zum letzten Abschnitt mit der Dschungelbrücke (A-B/C), die über einen kleineren Wasserfall mit Auffangbecken läuft und einen schönene Abschluss des Kelttersteigs darstellt.

Der Abstieg dauert ca 1 Stunde und führt leider zum Teil an der Mautstraße entlang. Alternativ kann man vor dem Abstieg noch eine ca 30 minütigen Umweg zur Schnitzhofhalm machen um dort eine köstliche Jause aus eigener Herstelllung zu genießen.

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Fazit zum Postalmklamm Klettersteig:

Herrlicher Genußklettersteig in der Postalmklamm, durch die der Rußbach tost. Leider ist die Maut mit ca 5,oo Euro/Person nicht gerade billig, vorallem wenn das Auto vollbesetzt ist. Der Zu- und Abstieg ist gut ausgeschildert. Der Abstieg ist leider durch die Teilstrecken an der Straße etwas langweilig. Der erste Teil des Klettersteig in der Klamm ist sehr schön gestaltet und abwechslungsreich. Bei unserer ersten Begehung mussten wir feststellen, dass er für kleine Menschen teilweise etwas schwieriger ist, weil viele Umhängepunkte für die Karabiner sehr hoch aufgehängt sind. Dies wurde zum Glück geändert und bei der zweiten Begehungen waren die Seile ein Stück nach unten versetzt und die Problematik behoben. Die Gamsleckenwand ist noch mal ein schöne sporltiche Einlage mit festen Tritten in gutem Zustand. Nur die zurückgelassenen Prusikschlingen in der F-Variante sind als Negativpunkte zu sehen. Die Dschungelbrücke stellt einen netten unanstrengen Tourabschluss dar. Die Zeiten, welche im Topo angegeben sind, sind realistisch und gut einhaltbar.

Infos und Topo zum Postalmklamm Klettersteig: Postalmklamm Klettersteig auf Bergsteigen.com

Infos zu den akutellen Mautpreisen der Postamlstrasse: Preise Postalmstraße

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Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. romanaontop sagt:

    Mein bisheriger Lieblingsklettersteig 🙂

    Gefällt mir

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