Light my Fire – Mora

Hier geht es um etwas essentielles.
Ein Messer.
Denn das nenn ich wirklich mal ein Messer.

Kurz dazu warum mir dieses Thema so wichtig ist dass ich einem Messer einen eigenen Beitrag widme:

Ein Messer ist ein sehr wichtiger Gegenstand in der Packliste eines jeden. Notfallseil kappen, Zelthering aus einem Ast improvisieren, Aufstellstangen anspitzen für den Boden, Unterstände bauen , Salami schneiden, Tütenfutter köpfen, mit einem Feuerstahl den Kocher anzünden oder einfach einen Apfel entkernen.
All das braucht ein gemeinsames Gerät:
Ein Messer. Am besten sicher, scharf und langlebig.

Lange Zeit war ich ein Verfechter der These: Ein Opinel reicht doch locker, doch dann kam ich von dieser Meinung ab. Dazu gibt es nachher mehr.

Bisher fand ich im bezahlbaren Bereich, das heist unter 50€, nur ein Messer das diesen Anforderungen gerecht wurde:DSC_0702.JPG

So, was kriegt man hier eigentlich? Einen Kunststoffgriff mit eingebautem kurzem Funkenstahl(siehe in der Mulde), einer Klinge die passend zum Stahl anscheinend endlich die richtige Härte hat  wodurch der Klingenrücken nicht rund wird beim benutzen, ein griffiger gut geformter Kunststoffgriff mit Fingermulde sowie eine Kunststoffhalterung die man am Gürtel befestigen kann mit Abtropföffnung.
Ein Wasserstau an der Klinge ist somit ausgeschlossen,alles fließt ab.
Gürtelhalter mit passendem halt am Gürtel ist selbstverständlich, das Messer überlebte am Gürtel die 20 km Teststrecke ohne herausfallen.
Einzig der Kunststoffclip muss in der Hosentasche gelagert werden da das anschlagen an die Messerscheide nervig ist.

Kurz zu Mora :
Es handelt sich hier um eine Firma aus Schweden die man anscheinend liebt oder hasst. Angesichts der Preis-Leistung trifft bei mir die Liebe zum Messer eher zu. Ich habe mit dem Messer geschnitzt, gegessen, Seile durchtrennt und gekocht, es bleibt lange gut scharf. Durchtrennen von Tütenfutterbeuteln ist mit chirurgischer  präzision kein Problem.
Am besten beschreibt das Schneideverhalten in der Tüte ein Wort:
Butter.

Warum nun eigentlich ein feststehends Messer gegenüber einem Klappmesser wählen?
Meine einfache Meinung:
Weil jede Unterbrechung in der Klinge Stabilität kostet, und Unfälle generieren kann.
Beim Opinel gab es mehrere Gründe die mich wieder von ihm wegführten. Das Messer kann bspw klemmen, da der Holzgriff manchmal arbeitet.Als Folge wird die Klinge schwergängig zu öffnen.
Das Opinel meiner Freundin brachte mich zum Verzweifeln, erst Kriechöl machte ein Öffnen der Klinge ohne Nagelabbruch möglich.
An schärfe fehlt es nicht, aber an Leichtgängkeit.
Der Sicherungsring kann sich unter Druck öffnen wodurch die Klinge sich schließen kann! Je nach Schmiermittel lockerte er sich bei mir auch manchmal.
Aus Erfahrungswerten sind die Klingen super. Aber beim Schnitzen wird die Fräsung im Griff in dem die Klinge eingesetzt wird zum Verhängnis. Denn dort besteht beim Schnitzen Blasengefahr.
Meinem Opinel brach die Klingenspitze ab beim Hebeln mit dem Messer.

Die einzige Alternative ist ein Klappmesser mit Arretierung. (Also auch ein Opinel)
Diese brauchen aber wiederum Holz, Metall, oder Kunststoffteile dass ein Griff entsteht sowie eine Metallarretierung welche die Klingen sicher arretiert und nur durch Öffnen oder Drücken einer Taste freigibt.
Leider kann auch hier Spiel entstehen.
Fakt: Die Messer sind eigentlich super, aber vom Gewicht her einfach schwerer.

Alle Messer die ich bisher hatte waren Klappmesser und bei allen lösten sich die Klingen oder fingen nach einer ungewissen Zeit das Wackeln an.
Egal ob Klaas, Solingen oder Opinel oder Noname. Irgendwo entsteht immer Spiel.

Warum also nicht was nehmen was durchgehend stabil ist?

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