Das extravagante Setup

Hier geht es um den Ansatz eine Hängematte mit einem Tarp zu verbinden, und was man braucht um komfortabel über dem Boden zu schlafen. (Neben dem Material 😉 )

Was mich daran fasziniert? Keine Bodenwurzeln, keine Feuchtigkeit von unten, bei Regen schwemmt alles unter einem durch und Ungeziefer sowie die Morgen-Gesichtsschnecke bei der Nutzung eines Tarps welches ja keinen Boden hat ist auch gebannt.
Ausserdem:
Es ist eine Hängematte

Fangen wir mal an:DSC_0712

Was man nun kaum sieht sind die Abspannleinen. In meinem Fall sind es doppelt genommene Fallschirmnylon Schnüre (Paracords). Diese stell(t)en sich aber immermehr als Suboptimal heraus.

Zum einen weil sie sich immens aufgrund der geringen Breite in den Baum einschneiden und die Rinde beschädigen sobald man die Hängematte benutzt, und zum anderen weil sie elastisch sind und man mehrmals nachspannen muss..
Kurzer Exkurs: Es handelt sich hier wirklich um 8 gedrillte Nylonfäden in einer gefärbten Hülle, die sonst wirklich einen Fallschirmspringer mit dem Fallschirm verbinden.
Hier braucht man eben elastische Seile die Druck aufnehmen und wieder in die Ausgangsform zurückkehren.

Kurzum: Die Dehnfähigkeit die dem Paracord die immense Belastbarkeit verschaffen, ist hier der größte Nachteil.

Woran erkennt man ob die Hängematte gut gespannt ist? Liegt man selbst drinnen oder der Rucksack, sollten die Schnüre einen 30° Winkel einnehmen.

Sobald ich eine passendere Alternative gefunden habe, werde ich weiter berichten.

Da das zwar pausentauglich ist und schnell aufgebaut war wird es jedoch noch nicht Übernachtungstauglich.
Wobei der Blick in die Sterne vielleicht genial wäre-klare trockene Nacht vorausgesetzt 😉

Interessanter wird es dann wenn man sich das Tarp wie oben überdacht .
Bei einem quadratischem Tarp wie meinem ist es sinnvoll die Diagonalen abzuspannen, denn Pytaghoras liefert die Erklärung.
Dazu braucht man 4 Seile und 2 Heringe.
Die Seile am Baum darf man hier gerne gleichhoch zu der Hängematte spannen, man sinkt eh ab wie man sieht.
Generell gilt:
Tarps, welche unter einem Kilo wiegen sollten aufgrund des Materials Silnylon nicht mit zuviel Zug gespannt werden.
Schäden sind vorprogrammiert! Ich habe so ein Tarp schon erledigt.

Leichtbaumaterial fordert eben immer seinen Tribut an einer Stelle, Belastbarkeit und Gewicht hängen untrennbar zusammen.
Wichtiger ist, dass die Seilzüge so vom Tarp entfernt weggehen, dass eine Falte und somit ein Dach ohne Mulden und Nischen entsteht, in denen sich Wasser sammeln könnte.
3000 mm Wassersäule  sind leider schnell erreicht.
DSC_0718

Damit ist es aber noch nicht ganz getan: würde man sich nun in die Hängematte legen, wird es sehr schnell kalt am Rücken weil dort kein Isolator ist und der Schlafsack sich platt drückt.
Das Luftpolster im Schlafsack welches die Wärme speichert ist somit weg.
Nun kann man entweder seine Isomatte reinlegen oder eine leichte Fleecedecke die einfach ein Luftpolster bildet..oder eben ein Schaffell sein, eine Decke, die Isomatte,..oder was auch immer in die persönliche Liste passt und ein Luftpolster bildet
Für das Tarp empfehlen sich noch Karabinerhäken, weil man so schneller zwischen den Ösen die Seile wechseln kann.

Wenn es euch interessiert wie man weitere Tarpvarianten aufbaut, dann schreibt das doch unter den Artikel oder kommentiert den Blog dass ich es weis.

Hängematten gibt es von MFH, Expeed, und anderen Marken. Wie immer in den unterschiedlichsten Preisklassen.
350 Gramm kann man ab 18€ haben oder für weniger Gewicht auch gerne mal 60€ zahlen.
Bei den Tarps ist es genauso. Es gibt einfach viele Hersteller inzwischen die in  den unterschiedlichsten Gewichts sowie Preisklassen antreten.

Viel Spass euch beim googeln, nachdenken und vielleicht ausprobieren 😉

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