Der Kocher

Kurzer Titel, langer Text, heisses Thema.

Womit wir beim Thema angekommen sind:
Egal ob Warmwasser, Suppe, Tee, Spülwasser (fallen da manche unbeliebte Biersorten hinein??) oder abkochen von vorgefundenem Wasser..
Ein Kocher muss her. Nebenbei folgt nun alles gesammelt was ich mir so merkte, womit ich Erfahrungen machen durfte sowie selbst mit den Kochern erlebt habe.
Ziel dieses doch etwas länger als geplant ausgefallenen Text Beitrages ist es erstmal einen Überblick zu schaffen über die Arten der Kocher die es gibt,  und am Ende zu sagen was MICH dazu bewegte den zu nehmen der nun im Rucksack landet.
Nun ist immer die Frage auf dem Markt, was nimmt man, warum, und wenn ja, wofür?

Um mal „kurz“ alle aufzuzählen die ich kenne:

Gasbrenner: Der Klassiker, Kartusche ran und los gehts.
Stoves: meine ersten Kontakt hatte ich mit Stoves in einem Bike Forum,Thema Ultralight Bikepacking….. Stoves sind eigentlich Imitate des Spiritusbrenners aus Blechdosen. DIY Marke Eigenbau. Später dazu mehr.
Esbitkocher: Ja, Esbit ist nicht nur ein Brennstoff, sondern auch ein Namhafter Hersteller von ganzen Kochsets…und nach Recherchen Ausstatter der Bundeswehr für EPA Notkocher und Notrationen. Somit sind die auch gebraucht für wenig Geld zu bekommen, sucht mal Bundeswehr Esbit Kocher.Die Preise überraschen mich selbst gerade.
Hobokocher: Sah ich ebenfalls aus dem UL Bereich, sind meist Sündhaft teuer aber können jeden erdenklichen Feststoff wirklich „abfackeln“
Spirituskocher: Ebenfalls ein Klassiker, brennt mit jeder Art von Alkohol. Wer es militarisiert mag: Schweizer Notkocher, Kocher schwedische Armee
Multifuelkocher: Königsklasse. Benzin, Diesel, Spiritus Lampenöl. 2400Watt.

Jeder der Fett markierten Überbegriffe wurde von mir persönlich getestet via Suchmaschine #1 und führte an meinem PC zu den passenden Fotos und Angeboten. Falls es anders ist, hat dein analytisches Suchmaschinenprofil anscheinend eine massiv andere Prägung. Selber Schuld 😉

Nach einem kurzem Überblick nun die Frage – was nimmt man nun? Und wo macht welcher Einsatz Sinn? Und warum überhaupt?

Der Hauptvorteil vom Gas ist, es kommt aus der Kartusche, strömt aus, (ob das ein Vorteil ist lasse ich dahingestellt) man muss nicht nachfüllen und theoretisch sind bis zu 8h Dauerbetrieb möglich je nach Verbraucher (größe und Durchlass des Brenners oben) sowie der größe der Gasbuddel. Leider ist es meiner Meinung nach nicht sonderlich stabil , dafür aber in allen Lebenslagen in etwa gleich verlässlich.
Ich erinnere mich daran, wie trotz Windschutz durch Wind in Harlingen mit den Pfadfindern eine XL Kartusche Gas für Nudeln für 20 Personen halbleer war bevor wir dann im 10 Personenzelt kochten..danach ging es eigentlich schnell. obwohl wir nicht weit hinter dem Damm waren.Ein Problem das uns damals in den Kopf kam: Mitten am Meer kurz vor dem Hafen von Harlingen müssen wir nun in den nächsten 2 Tagen aufpassen..Denn einen Shop mit Gaskartuschen entdeckten wir nirgends.
Stechkartuschensystem sind günstig, dafür nehmen sie viel Platz weg. Der Dorn geht eben leider in die Kartusche hinein, beim anstechen geht meist Gas verloren, bis man sie abnehmen bzw tauschen kann muss man mit weniger Gasdruck kochen, die Flamme wird kleiner und es dauert länger..
Schraubsysteme kosten gleich pro Kartusche wieder mehr, lassen sich zerlegen aber sind auch in der Anschaffung teurer, sowohl von der Kartusche als auch vom Brenner.
Dafür gibt es aber auch die Kartuschen in verschiedenen größen. Ab 100 Gramm bis 400 Gramm.

Der Vorteil von Spiritus :
Er ist nahezu überall erhältlich. 1 Liter kostet 1,50€-2,50€ je nach Region. Der Verbrauch variiert leider wie alles im Leben in abhängigkeit von den Aussenbedingungen. Dazu gehört bspw das liebe Wetter. Wind sowie Temperatur sind hier die Hauptgründe.
Am effektivsten heizt der Spirituskocher wenn das Messinggehäuse „Betriebstemperatur“erreicht. Jeder der einen mal beim Kochen zusah sieht bzw hört dann wie die Flamme den Spiegel des Brennstoffs verlässt und das Fauchen einsetzt weil der äußere Ring mit den Löchern aktiv ist. Der Brennstoff geht nun in die Gasphase über, strömt aus den Öffnungen und verbrennt effizienter.
Genau hier liegt einer der Punkte. Der Flammpunkt von Alkohol kann bei schlechtem Wetter/Schnee soweit sinken dass selbst mit einem Feuerzeug das entzünden schwer wird.Kalter Alkohol ist toll in Getränken, brennt aber schlecht.
Wintertest: Stell eine Untertasse mit einem Kleks Spiritus raus, wart 5-10 Minuten und versuch den zu entzünden.
Was nun folgt ist kein Witz: Hast du den Alkohol umständlich anbekommen, kannst du Pech haben und der Wind bläst dir anfangs die Flamme wieder aus. Sofort wieder anmachen bevor er weiter abkühlt. Regulieren ist nicht einfach, auch mit der mitgelieferten Kappe. Aber Vollgas rockt das Ding. Mich interessierte mal wielang im Winter der Spiritus braucht. 300ml bei -14° in Hof (jo der Ort ist gemeint) in gut 10 Minuten. Eigentest natürlich

Eine Idee die ich woanders aufschnappte aber bisher nicht brauchte um den kalten Spiritus zu umgehen: Den gefüllten Brenner,sauber verschlossen versteht sich, kann man dank der Gummidichtung gefüllt verpacken – und in der Kleidung Körpernah tragen.
Körperwärme ist das Stichwort.
So könnte das Zündproblem wenn man fix genug ist umgangen werden. Ob man das machen will, ist die andere Frage. Alternativ gäbe es noch ein Wintervorheizset -welches verhindert dass der Brenner in den Schnee einsinkt und dazu den Brennspiritus vorheizt.
Was man fairnersshalber dazusagen muss: Ist der Brenner ausgebrannt, entsteht eine Zwangspause. Zum einen weil man nachfüllen muss (wer hät’s gedacht), zum anderen weil es einfach selten doof ist in einen knallheissen Messingbehälter leicht entzündlichen Alkohol zu packen…sofern er ohne sofort zu explodieren die Hand Augenbrauen oder was auch immer im Weg ist zerstört bevor er dort ankommt.
Klartext: Es besteht akute Entzündungsgefahr beim nachfüllen eines unabgekühlten Brenners. Damit verbunden auch Verbrennungen.


Wer es militarisiert mag, gebraucht und/oder günstig: Es gibt eine  Armeevariante des Trangias mit Ovaltöpfen/Topf für den Gürtel sowie Brennflasche.
Dafür fehlt anscheinend die Pfanne. Fällt die Trailpizza flach. Habe ich bisher nur gebraucht gefunden..

Nun zu den Stoves: Ich müsste nun den den Mechanismus wiederholen des Spiritusbrenners. Tu ich aber nicht. Ich bin faul. Lies nochmal oben nach 😉
Man nehme eine Dose – ich sah 0.33 meistens – und dann folgt viel Bastelei. Böden abtrennen.. ineinanderstecken.,  Löcher im mm Bereich  bohren, Böden wieder aufschneiden. Am Ende kommt ein Brenner imitat raus welches dem Messing nachempfunden ist, welches aber UL – Ultralight – ist. Dosenalu sei dank.

Vorteil: Wenn man Arztrechnungen für Schnittwundenversorgung, persönliche Verletzungen sowie Verbandsmaterial weglässt (fällt wahrscheinlich bei Blecharbeiten an) und Obendrein Werkzeugkosten ignoriert, und die Tatsache dass Eigenbauten mit Brennbaren Materialien eventuell auchmal Brände verursachen können(man denke an Fertigungsfehler), kommt man auf 50 Cent Materialkosten. Oder eben das abweichende Dosenpfand. Wie haltbar so ein Teil ist weis ich nicht. Aber wer seinen Spiritus auf der Küchenwage portioniert um ml zu sparen und im Gramm Bereich rechnet wird damit sicher happy. Ich nicht.(vielleicht noch nicht?!?!Das Alu könnte man ja schön anwärmen wenn es kalt ist….)

Fraglich ist jedoch  ob jemand das Meisterstück bereits vollbrachte, den fehlenden Verschluss zu beseitigen.
Hier eine Idee dazu (nicht ernst gemeint):
In einen dritten Deckel 2 passende Gewindefräsen (eines in den Deckel, eins an den Brenner, nicht dass irgendwer auf die Idee kommt er müsse ein Links über ein Rechtsgewinde fräsen, Achtung das mit derMaterialstärke einer Getränkedose.. Ha…ha….ha…) eine Dichtung einbauen und die Transportfunktion hinzufügen. Macht vielleicht 10 Gramm mehr?
Dadurch könnte man die Aludosenvariante verschließen und transportieren.
Nun wieder ernsthaft:
Man kann den Stove zwar löschen, und umfüllen… Entweder verkippt man Spiritus oder muss ihn so ausbrennen lassen. Stellt euch solch eine Verschwendung in der Zombiapokalypse vor. Oder schlimmer: ihr merkt den Brennstoffmangel wenn ihr  am letzten Tag vor dem Abstieg/Letzten 20 km zum Auto, oder nach dem Aufstehen weit und breit kein Supermarkt und Brennstoffnachschub in Reichweite ist und ihr den Brennstoffmangel daran merkt, dass das lauwarme Wasser für den Instantkaffe oder die lauwarme Bialetti aufhört zu kochen und somit der Morgenkaffe ausfällt.

Da kommt mir spontan  das Bild in den Kopf wie der Budget Minikocher fliegt wenn er explodiert..oder den Anwender zur Weissglut treibt..und die Frage: Wie weit eigentlich? Brennt er dabei weiter?
So genug über die Pfennig(man bin ich alt so ein Wort zu verwenden in Zeiten von Cent Euro und Swag….) und Grammfuchserei aufgeregt. Wer wirklich auf jedes Gramm achtet und alles auf die Waage legt, für den wird dies das Nonplusultra sein.
Aber nun: Back to Topic!

 

Meine Meinung zum Stove: Das ist ein Unding!? Lieber die 2,50 für ein Drittangebot des Messingkochers zahlen!? Oder doch was sinnvolles aus dem Alu bauen?! Letztendlich müsst ihr es wissen was ihr wollt, und wofür ihr es braucht-und ob ihr den Aufwand in Kauf nehmen wollt, und ob euch das Umfüllen das Wert ist.
Anleitungen gibt es im Netz in Rauen Mengen.
Stichwort für die Suche: Beer can Stove (pdf), Stove,

Esbit: Kurzes Fazit: Die Firma baut passende Kamine /Brennräume mit passenden Töpfen. Auch für Spiritus sowie für die Brennwürfel die mich immer von der Konsistenz an die Anzündwürfel vom Grill erinnern: Parafinwürfel. Leicht zu entzünden, nicht zu löschen. Was ich mich erinnere, recht teuer, könnte schöne Systeme /
Töpfe haben um sie mit Spiritus zu kombinieren.

Kurz zu dem Bundeswehrmodell: Prinzipiell ist die einfache Esbit Box das simpelste. zugeklappt passt der Brennstoff hinein welcher leider recht hochpreisig ist, aber man kann durch ein paar Bohrungen/Fräsungen damit wie unten beschrieben im Hobo kochen.
Google Suchwort: Bundeswehr Esbitkocher. (Wer hät’s gedacht 😉 )

Multifuel: Königsklasse. In Anwendung, Brennleistung; Kochzeit sowie leider im Preis.
Es handelt sich um eine Metallflasche mit Druckpumpe welche über eine Leitung den Brennstoff zum Brenner führt
Diverse Zerstäuber passend zu jedem Brennstoff gibt es meist im Paket. Dank Überdruck wird der Brennstoff zerstäubt und in ein brennbares Aerosol zerlegt und mit viel Druck in den Brenner geschossen.
Maxmimalleistung beträgt 2400 Watt beim Spitzenmodell (falls ich mich nicht Irre) schwirren mir im Kopf rum. Brennstoffprobleme: So gut wie keine. Denn Diesel gibts an der Tankstelle, Benzin ebenfalls,Spiritus passt auch rein, die Temperatur spielt keine Rolle, entsprechend kostet das System. Bei Interesse: Primus Multifuel/Omnifuel googeln. Natürlich ohne Töpfe.Selbst die Druckflasche ist ein Zusatzteil, denn da ist man anscheinend Frei solang das Gewinde dazupasst.Ein solches Gerät erlebte ich witzigerweise Live im Betrieb eines Mitbewohner als in der WG die Gasflasche für den Herd leer war. Der Kocher wäre ein würdiger Ersatz. Rausrücken wollte er den nichtmehr.
Er meinte aber noch: Wechselst du den Brennstoff musst du alles gut reinigen. Sonst streikt er.

Der Hobo: Aus dem Survivalbereich übernommen, gibt es diverse „Festbrennboxen“ die durch einen Kamineffekt alles brennbare in pure Hitze verwandeln. Heisse Luft steigt auf, diese zieht Luft nach, diese Feuert das Feuer an, es steigt mehr Luft auf, Mehr Luft, mehr Feuer, Mehr Luft, mehr Feuer,mehr Luft, mehr Feuer, mehr Luft, mehr Feuer und so weiter, weiter, weiter..
Ende. Holz ist weg, du hast nicht nachgelegt. Ätsch.
Zum Glück gibt es auch Gras, Stöcke, Moos, Holz, Splitter..Taschentücher…Esbitwürfel. Eigentlich kann man alles brennbare reinstecken und er macht Hitze daraus.
Den Hobo kann man je nach System falten. Die wiegen 140 Gramm, und manchmal ist jedes Gramm 50 cent oder mehr Wert. Wer also Lust hat Brennmaterial neben Espit Würfel mitzuführen und eh in bewaldetem Gebiet dabei ist..der könnte eventuell damit Happy werden. Jedoch stellt man sich wieder die Frage: Wie entzündet man den Kocher? Was tut man wenn man mal im Gebirge nichts brennbares findet? Oder alles richtig Klatschnass ist? Ansonsten eine nette Variante, man könnte so abends noch ein kleines Feuerchen genießen oder sich um die Glut setzen. Dafür sind die Kisten aber eventuell (bin ich mir beinah sicher) zu klein.
Wäre jedoch interessant ob das geht. Zum ausprobieren ist mir das jedoch zuviel versenktes Geld.

Fazit:

Aus den meisten Tests, Packlisten, Blogs, Trekking, Bike und Wanderforen in denen ich gelegentlich surfe kommt immerwieder das selbe Bild hervor:
Es wird in Deutschland für Wochenendtouren (so erweckt sich der Anschein) mit Gas und Spiritus erhitzt und gekocht. Vereinzelt mit Esbit. Die strecken sind sonst einfach zu kurz.

Aber was hat nun MICH überzeugt?

Ich privat bin Spiritus Nutzer, weil eben der Trangia (original) meine Bedürfnisse befriedigt.Dazu  muss ich aber gestehen dass ein Multifuel mich reizen würde, aber aufgrund der Nutzungsmenge/Gewicht/Packmaß noch nicht in den „brauch ich“ Wahn treibt. Der Große Trangia meiner Freundin mit Gasanschluss trägt auch seinen eigenen Teil dazu bei.
Angefangen hat das Suchen nach DEM Kocher (bei mir) damit dass ich einen guten blauen Gaskocher aus dem Baumarkt mit Stechkartusche hatte und auf einem !!Festival!! einen guten Emailtopf von Mutti fürs Chili und uralt Bratpfanne für die Wörschd dabeihatte.
Beim daheim suchen ob das nicht bisschen „erwachsener geht“ -du bist doch cool und Mann von Welt mit Stil(mit unter 20) – da ich mir damals ein bisschen als Milchvisage vorkam (Betone nochmals, mit unter 20, aber mit Bart!) mit dem Topfsetup Typus Mutti wills nichtmehr, wurde mir aufgrund der Preise anders und ich wartete..und nahm öfters Topfset Mutti..
Rückwirkend betrachtet schon geil mit einer Antihaftpfanne die verkratzt ist und einem Uralttopf mit Blumenmuster auf nem Festival aufzuschlagen und irgendwie doch normal..
Als ich dann aber immer mehr rausging, und sich immer mehr die Frage stellte: Mit was kochste denn? Was lohnt sich? Wurd mir oft der Trangia empfohlen. Da ich generell niemand Traue und alles 3 mal Prüfe kam ich auch irgendwann bei einer Gaskombi heraus..Internet Vergleich. Das härteste, was dem Handel passieren kann. PREISDUMPING! 180ml Topf in den spezielle 90ml Gaskartuschen mit aufgeschraubten Brenner passten. Ultraleicht, Anodisiert..Hinweis mit den Gaskartuschen in der Beschreibung.UL Kocher haben Mini/Sonderkartuschen.
Richtig gehört/gelesen. Die Kartuschen gibts für dieses Set nur von 2 Herstellern, also entsteht entweder der Effekt dass alles ineinander passt indem man teure Minikartuschen nimmt, oder man(n) nutzt diesen Effekt nicht und kauft die größere Kartusche und transportiert eben nicht alles ineinander. (da stellt sich die Frage ob das nun Platzverschwendung ist, statt mehrerer kleiner Kartuschen eine große und den extra Aufsatz im Rucksack zu haben.)
Oder doch die kleine teure Kartusche kaufen und Matruschka spielen?
Wie immer schweige ich zum Preis.
Ich suchte im selben Shop den Trangia Mini..und ja..mit dem Mini ist einiges anders. Antihaftpfanne im Deckel,  Alu Topf, Griff, Brenner mit „Windschutz“ ineinander gestapelt , und wirklich zu einem Drittel des Preises war das Ding fix.
Seitdem bin ich begeistert.
Platz für Feuerstahl oder Feuerzeug ist auchnoch im System.
Seit kurzem steht im Haushalt ein größeres System zusätzlich. Das geniale an den „Trangiasystemen“ ist zum eine die „Modularität“ (anm. Worteigenkreation, fiel mir ein) man kann also wenn es einem das Wert ist aus den Serien verschiedene Töpfe und Teekessel ineinanderkaufen und sein Set Individualiseren.Was man aber eigentlich nicht braucht, die Varianten der Marke erschlagen einen in der Anzahl.Dann stellt sich die Frage. Alu pur? Eloxiert? Nonstick? Hartanodisiert? Alles machbar. und ja, richtig gelesen: TEEKESSEL (auch in Nonstick, hartanodisiert, Alu..)
Gibts da nun was was nicht geht?

Gas! Spiritussysteme schliessen ja meist Gas aus!
Höre ich ein: Genau mnn! Das Geht nicht! Alcohol ain’t Gas!??
Sorry Boys and Girls, geht doch 😉
Ja, auch Gas geht damit! das große Set hat nun die Möglichkeit in den Spirituseinsatz einen Brenner zu pflanzen, welcher an eine Schraubkartusche angeschlossen wird.Der Windschutz hat sogar einen Gaskabeldurchlass.
Wie immer kostet solcher Luxus.(Ist aber immernoch unter dem Omnifuel Preis, oder ebenbürtig) Dafür kriegt man so in einem Aufwasch Nudeln für 3-4 Personen je nach Setgröße fertig und hat genug Töpfe um mit Gas+Spiritus parallel zu kochen.
Zugeben muss ich aber auch, ich war bisher hauptsächlich bei Temperaturen im zweistelligem Bereich unterwegs, somit läuft das alles schon unter „Idealfall“.
Schneller gehts eventuell anderswo. Aber der Gastest folgt demnächst.Nun besitzt man mit dem Set (abhängig von der Ausstattung) vielleicht 3 Töpfe und einen Teekessel mit Pfanne.
Wer gut im Improvisieren ist kann also auch mit 3-4 Steinchen einen Windschutz für den Alkohlbrenner bauen und so mit einem zweitem Brenner 2 Töpfe nutzen.
Beim Biketrekking und beim Mountainbiken ist es unwahrscheinlich dass man nicht an einem Supermarkt und somit an Brennstoff vorbeikommt. Die Wahrscheinlichkeit miesen Spiritus zu bekommen welcher Grauenhaft riecht ist jedoch immer da. Denn in wirklich jedem Supermarkt wird dem Hausspiritus ein anderer Einsatzzweck, und damit andere Zusatzstoffe beigemischt. Wirklich empfehlenswert sind die Marken, die mit Symbolen bspw Camping markiert haben. Dort ist beinah geruchsfreies verbrennen möglich. Und den Supermarkt ohne Spiritus.. schwer vorzustellen.
Mein Geheimtipp: Steht Brennspiritus drauf, packs ein. Steht Reiningungsspiritus drauf, lass es bei Alternativen sein. Gibts keine, nimm den trotzdem..wird komisch riechen, selbst an der Frischen Luft.

Und noch der letzte Tipp:
Nie im Zelt anmachen. Ausser du hast sehr guten Durchzug und viel viel viel Platz zur Zeltwand. Die offene Flamme ist der Hauptgrund.

Bevor es nun zu Bildchen der Anwendung kommt, möchte ich noch was loswerden.

Beim Nachlesen des Artikels bekommt nun der ein oder andere vielleicht den Eindruck, ich favorisiere generell Spiritussysteme. Das mag Stimmen, aber als Pflichtbewusster Mensch bin ich nun dabei das zu tun, was sonst keiner tut:
Es ist nur meine Meinung. Die kann auch falsch sein.
Macht euch eure eigene Meinung. Diese Anleitung soll nur als Orientierung dienen. Geht in den Laden eures Vertrauens, schaut das Zeug an, nehmt es in die Hand.
Die wichtigste Regel zum Schluss:
Passt den Kauf UNBEDINGT an EUER ANWENDUNGSGEBIET AN denn es gibt auch schöne Nonstick Töpfe einzeln für Gaskocher.. oder Multifuel..oder für die Flachwanderung wo ein Fertigtütenmahl warmgemacht wird kann genauso der Esbit reichen..und für den Minimalist Feeling Fanatiker  vielleicht die Militärvariante, am Gürtel verstaubar. Für den sehr schnell ungeduldigen Schokoriegelverschmäher ein Highpower Gasbrenner mit Topf dazu.
Googelt euch (falls ihr sowas anzuschaffen plant) mal durch die Begriffe und denkt immer daran: Je günstiger und unveredelter ein Topf, desto länger putzt man den im Normalfall.
mehr Highend: Mehr Schadensquellen. Nonstick darf man nur mit Kunststoff oder Holzutensilien verwenden.

Hier mal ein klassicher Wintereinsatz. Links vor der blauen Wasserflasche der Trangiatopf mit Deckel, der mitgelieferte „Windschutz“ sowie ein Nonstick 1 l Topf, Haltezange und Wasserflasche.20150106_152404

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Hier kurz ein Foto aus unserem Luxus Urlaubs Setup – das 2 Personen Set macht es bspw möglich ein nettes Mango Curry Puten Chutney zu kochen. Problemlos unter dem Tisch zu sehen:
Suboptimaler Spiritus.
An linker Tischkante Brennerhalter mit Einsatz, Teilbar, Gasfähig.

Zuguterletzt: Wer auf die Trangia Page schaut wird erstmal von Topfsets erschlagen. Viel Spass beim Durchsteigen 😉
Zum Abschluss noch drei Fotos meines Mini’s dass man mal sieht wovon ich eigentlich rede.
Links: Thema Brandgefahr. Der strahlt gut ab, und die flamme schlägt gern unter dem kleinem Topf hervor. Mit bisschen Alufolie rumgetüdelt vierlagig wird auch ein echter Windschutz daraus (Das Stück 4 mal falten). Nicht vergessen aber zwei Seiten runterzudrücken, sonst wars das mit dem Sauerstoff.
Mitte: Mein Trangia im Zustand nach vier Jahren.
Rechts: Mal das Paket in seiner vollen Optik nach vier Jahren. Nie diese Plastikfolie wegwerfen! Sonst ist die Antihaftdeckelpfanne am Ende, und zwar schneller als ihr denkt.
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So, es sind nun insgesamt 3122 Wörter.
Vielleicht hätte ich statt zu bloggen ein Buch schreiben gesollt?

Ich hoffe das alle beim kompletten Artikel hier ankamen, sich nicht langweilten und nun eventuell sogar darüber nachdenken. Viel Spass beim Suchmaschinen befragen.
Ich frage mich gerade, ob Interesse für eine Outdoorrezepte Abteilung besteht.
Lasst es mich wissen, denn ich bin eigentlich kein Fan von den klassischen Tütenfraß, und hab einige interessante Ideen im Kopf die ich nach und nach testen will und werde.

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