Kampenwand – Überschreitung

wer kennt das nicht? da hat man im Herbst ein paar Tage Urlaub, freut sich auf schöne Kletterlinien im warmen Italien, und der Wetterbericht macht einem einen Strich durch die Rechnung.

Unsere Alternative?! Spontan eine Tages-Klettertour ins Bayrische Chiemgau, sobald sich die herbstliche Sonne ankündigt. Da es unsere erste alpine MSL-Tour war, sollte der Schwierigkeitsgrad nicht all zu hoch sein. So sollte es die Überschreitung der Kampenwand werden.

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Blick auf die Kampenwand

So packten wir an einem frühen Septembermorgen unser Sieben-Sachen – der auch etwas mehr wie es beim Klettern so üblich ist – und machten uns auf den Weg Richtung Alpen…

Unser Plan war es zeitig mit der historischen Kampenwand-Bergbahn die ersten Höhenmeter zu absolvieren, doch dies wurde uns dank eine Baustelle und langen Staus nicht gegönnt. Mit einer Stunde Verspätung trafen wir dann am Parkplatz der Talstation ein, an der sich schon eine beachtliche Schlange an Wanderern aufreihten. Das hieß für uns schnell parken, Ausrüstung noch einmal auf Vollständigkeit prüfen und dann anstellen. In der Zwischenzeit wurden noch mehr dieser gemütlichen Bergspaziergänger in Bussen herangekarrt und es tummelte sich knapp die dreifache Zahl ungeduldig an der Kasse.

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Die letzten Meter…

Nach einer gefühlten Ewigkeit konnten wir dann in den Kleinen Oldtimern in Richtung Bergstation „fliegen“. Dort angekommen verließen wir die knipsende Menge fluchtartig Richtung Einstieg der Kampenwand. Über den Panoramaweg vorbei an gemütlich grasenden Kühen konnten wir Bald auf einen kleinen Pfad zur ersehnten Wand aufsteigen. Nach einer kleinen Brotzeit starteten wir dann ins Gestein.

Mit den Worten „Der Einstieg ist schon etwas anspruchslos“ wählten wir die uns anlachende Variante über eine benachbarte Sportkletterroute zum ersten Standplatz. Dies erwies sich mit den Zustiegschuhen auf den Trittlosen Platten als knifflige Angelegenheiten. Die Folgenden Seillängen verbreiteten dafür eher das Gefühl von Wandern über steiniges Gelände. nur eben mit Gurt und Seil. So konnten wir wenigstens bei wolkenlosem Himmel das Panorama in alle Richtungen genießen.

 

Über den Westturm und  die etwas scherere Gmelchturm-Variante geht es auf dem Gipfelgrat weiter zum Teufelsturm, an dessem Ende sich die erste Abseilstrecke befindet. Knapp 35hm mussten hier überwunden werden. Dies wäre ja nicht erwähnenswert, es sei denn, man hat ein neues Testseil im Gepäck, welches sich auf eine Länge von 60m beschränkt. So wurde erstmal eine passende Strategie ausgetüftelt, welche dann auch ‚perfekt‘ funktionierte.

Auf der anderen Seite ging es dann in schöner Kletterei auf den Hauptgipfel.Gesamthöhe: 1669m. Wer das Gipfelkreuz erreichen möchte, der muss allerdings den kleinen überlaufenen Steig auf den Ostgipfel, sage und schreibe 5m niedriger als der Hauptgipfel, in Angriff nehmen. Nach einer verdienten längeren Brotzeit stiegen wir auf den Panoramaweg ab, und da wir die letzte Talfahr schon verpasst haben, machten wir uns knappe 3h auf den Weg zum Parkplatz.

Im Ganzen eine sehr lohnende Klettertour in leichtem Gelände um alpine Erfahrungen zu sammeln. Der lange Zu- bzw. Abstieg kann mit der Seilbahn erspart werden und ist somit auch für kürzere Tage geeignet.

Infos: Die Kampenwand auf Bergsteigen.com

Impressionen:

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